Hamburg-Mitte

Wohnung auf St. Pauli in Flammen – 29 Bewohner gerettet

Großeinsatz an der Hein-Hoyer-Straße. Mieter kommt mit angesengten Haaren davon. Doch ein Heim hat er nicht mehr.

Hamburg.  "Menschenleben in Gefahr": Ein Feuer hat am frühen Donnerstagmorgen im Hamburger Stadtteil St. Pauli einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst und eine Wohnung unbewohnbar gemacht. Aus zunächst ungeklärter Ursache war es in dieser Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Hein-Hoyer-Straße zu dem Brand gekommen, teilte die Polizei mit.

Als die mehr als 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr auf St. Pauli eintrafen, stand die Zwei-Zimmer-Wohnung bereits vollständig in Brand, das Treppenhaus war stark verraucht. Der Mieter hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber offenbar schon in Sicherheit bringen können. Er kam nach Angaben der Polizei mit angesengten Haaren davon.

Menschen eingeschlossen in ihren Wohnungen

In einer Wohnung im ersten Obergeschoss waren aber vier Personen durch den Rauch eingeschlossen, in einer Wohnung darüber eine dreiköpfige Familie. Die Retter nahmen mit den Menschen an den Fenstern Kontakt auf und beruhigten sie. Zur gleichen Zeit löschten andere Einsatzkräfte den Brand und warfen danach die Möbel aus dem Fenster. Auf dem Rasen am Haus standen laut Augenzeugenberichten weitere Feuerwehrleute und löschten die noch rauchenden Möbel. Das Feuer soll so heiß gewesen sein, dass teilweise die Wände und Decken erheblich beschädigt wurden. Wie es zu dem Brand kam, muss noch ermittelt werden.

Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, konnten die Bewohner aus dem Haus gebracht werden. Insgesamt wurden 29 Mieter gerettet. Verletzt wurde niemand.

Brand auch in Lokstedt

Am Donnerstagabend musste die Feuerwehr zudem zu einem Einsatz in Lokstedt ausrücken. In einem Mehrfamilienhaus am Mutzenbecherweg war im Keller ein Trockner in Brand geraten. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.