Architektur-Preis

Elbphilharmonie zweimal auf dem ersten Platz

Daniel Kinz (v. l.) mit Dorothee Stapelfeldt,
Ascan Mergenthaler (Herzog &
de Meuron) und Berndt Röttger
(Abendblatt).

Daniel Kinz (v. l.) mit Dorothee Stapelfeldt, Ascan Mergenthaler (Herzog & de Meuron) und Berndt Röttger (Abendblatt).

Foto: Klaus Knuffmann

Abendblatt-Leser haben über Hamburgs beste Bauwerke entschieden. Zum BDA Architektur Preis gibt es zwei Ausstellungen.

Hamburg.  Die Preisträger standen bereits vor dem Ballsaal, doch Andreas Denk hatte direkt vor der Veranstaltung noch richtig gut zu tun. Der Vorsitzende der Jury für den BDA Hamburg Architektur Preis 2018 war aus Bonn angereist und musste noch reihenweise Urkunden für die Preisträger unterzeichnen, die jetzt im Empire Riverside Hotel überreicht wurden. Das Hotel gehörte 2008 selbst zu den preisgekrönten Bauten. Zum zehnten Mal wurden herausragende Hamburger Bauwerke der Baujahre 2016 bis 2018 prämiert.

Die Auszeichnung, die alle zwei Jahre vergeben wird, geht an Architekten und Bauherren gleichermaßen, auch letztere waren deshalb mit eingeladen. Der Bund Deutscher Architekten (BDA) will damit vorbildliche Architektur würdigen und Qualitätsmaßstäbe setzen. 89 Bewerbungen von 65 Architekturbüros waren eingegangen.

„Wir feiern ein Fest der Baukultur“, sagte der BDA-Vorsitzende Daniel Kinz. „Hamburg wächst, und damit wachsen die Herausforderungen.“ Es gehe nicht nur darum, ein Dach über dem Kopf zu schaffen, sondern den Menschen ein Zuhause zu geben, so Kinz. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Wohnfläche sei inzwischen auf 45 Quadratmeter gestiegen. Dafür müsse man Lösungen finden. Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) betonte in ihrer Rede, sie sei überzeugt, dass gute und qualitätsvolle Architektur wichtiger sei als je. Man dürfe den baukulturellen Anspruch nicht verlieren, das müsse für alle Bauten gelten, auch bei kostengünstigem Wohnen.

Elbphilharmonie setzte sich zweimal durch

Als herausragendes Projekt war auch die Elbphilharmonie eingereicht worden. Das Konzerthaus, das von vornherein konkurrenzlos schien, setzte sich gleich zweimal durch. Die drei gleichrangigen Auszeichnungen im 1. Preisrang bekamen das Schweizer Büro Herzog & de Meuron für die Elbphilharmonie, KSP Jürgen Engel Architekten Braunschweig/Frankfurt für die Sanierung und Erweiterung der Hamburg-Süd-Zentrale und das Hamburger Büro gmp Gerkan, Marg und Partner für die Erweiterung der Unternehmenszentrale Gebr. Heinemann in der HafenCity.

Auch der Architektur Preis von BDA/Hamburger Abendblatt ging an die Elbphilharmonie. Weitere Auszeichnungen überreichte Berndt Röttger, stellvertretender Chefredakteur des Abendblatts, an die beiden Hamburger Büros BUB architekten bda für den Bau der Kita Bergstedt und an eins:eins architekten BDA für das Klimamodellquartier „Op’ Hainholt“.

Zum BDA Architektur Preis gibt es zwei Ausstellungen: bis 17. Januar im Foyer der Behörde für Stadtentwicklung (Neuenfelder Straße 19); 24. Januar bis 15. März 2019 in der BDA Hamburg Galerie (Shanghaiallee 6). Katalog von Dölling und Galitz Verlag für 9,80 Euro.