Hamburg

Kranker Seemann nach Hause gereist – dank Spenden

Der kranke Seemann Fidel Labrador am Flughafen in Hamburg.

Der kranke Seemann Fidel Labrador am Flughafen in Hamburg.

Foto: Seemannsmission am Krayenkamp

Fidel Labrador will seine letzten Lebensjahre im Kreise seiner Frau, seiner vier Kinder und der drei Enkel verbringen.

Hamburg.  Der schwer erkrankte philippinische Seemann Fidel Labrador (69) aus dem Hamburger Seemannsheim Krayenkamp ist dank einer Spendenaktion in seine Heimat geflogen. Er sei am Montag vom Hamburger Flug­hafen gestartet, teilte die Seemanns­mission am Dienstag mit. Nach einem diagnostizierten Hirninfarkt wollte der Seemann seine letzten Lebensjahre im Kreise seiner Frau, seiner vier Kinder und der drei Enkel verbringen. Es sei ein Zeichen großer Mitmenschlichkeit, dass in so kurzer Zeit so viel Geld zusammengekommen sei, sagte Susanne Hergoss, Leiterin des Seemannsheims am Krayenkamp.

Nach seinem Hirninfarkt 2017 wollte der Seemann zurück auf die Philippinen. Doch seine Rente von etwa 900 Euro reichte nicht für den Flug. Da Fidel Labrador kaum mehr sprechen kann, ist er rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen. Daher konnte er die Reise nur mit medizinischer Betreuung antreten. Seine Familie lebt in Lubao, einem kleinen Dorf nördlich von Manila. Bekannt ist der Ort, weil dort die ehemalige Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo lebte. In Lubao werden die Angehörigen die Pflege übernehmen.