Aktion gegen Gewalt

Hamburg erstrahlt am Freitag in Orange

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„Orange Your City“ als Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Die Fischauktionshalle leuchtete 2017 orange.

„Orange Your City“ als Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Die Fischauktionshalle leuchtete 2017 orange.

Foto: Roland Magunia

Budni, das Hotel Atlantic und zwei Hamburger Hauptkirchen unterstützen den farbigen Licht-Protest gegen Gewalt an Frauen.

HAMBURG.  Das Hotel Atlantic, die Hauptkirchen St. Katharinen und St. Michaelis (Michel), das Casino Esplanade, diverse Budni-Filialen und viele andere Hamburger Gebäude werden am Freitag in orangem Licht erstrahlen. Hintergrund ist die Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Nach einer Statistik der WHO erfahren weltweit 35 Prozent aller Frauen Gewalt. Körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerschaft oder durch ihnen nahestehende Personen. Im Durchschnitt wird also weltweit jede dritte Frau Opfer einer Gewalttat, einer Vergewaltigung oder eines Angriffs.

Auch in Deutschland ist nach Angaben des Bundeskriminalamts jede dritte Frau von Gewalt betroffen, mehr als 58 Prozent der Täter sind Verwandte oder Bekannte, 93 Prozent der Opfer von 15.000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind Frauen. Am Freitag setzt Hamburg mit vielen anderen Städten weltweit erneut ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Gewalt gegen Frauen verhindern

Initiiert wurde die Aktion von den Zonta-Clubs, von denen in Hamburg fünf Gruppen aktiv sind. 1919 in den USA gegründet, setzt sich Zonta mit aktuell rund 30.000 Mitgliedern dafür ein, die Stellung der Frauen zu verbessern und Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Der Name Zonta ist der Symbolsprache der Sioux Indianer entlehnt und bedeutet ehrenhaft handeln, vertrauenswürdig und integer sein. Die Gründerinnen wählten ihn als Anspruch an das eigene Handeln.

Schirmherrin der Kampagne ist Katharina Fegebank, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin. „Jedes Opfer ist eines zu viel. Frauen sollen gestärkt und unterstützt werden, das gesellschaftliche Bewusstsein muss sich ändern“, so meinen die Organisatoren der Aktion.

Förderung von Mädchen mit Migrationshintergrund

Die fünf Hamburger Zonta-Clubs haben jeder ihre eigenen Projekte. Dazu gehören die Förderung von Mädchen mit Migrationshintergrund, die Hilfestellung für wohnungslose Frauen und die Unterstützung von alleinerziehenden Studierenden auf dem Weg zum Studienabschluss. In diesem Jahr unterstützt Zonta in Hamburg besonders das Projekt StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt.

( hpsb/ced )

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