Promi-Second Hand

Nachlass von Ex-Vogue-Chefin wird in Hamburg verkauft

Die Fotos zeigen Angelica Blechschmidt – und stehen zum Verkauf.

Die Fotos zeigen Angelica Blechschmidt – und stehen zum Verkauf.

Foto: HA

Die Grand Dame Angelica Blechschmidt starb im Juni. In der City kann man nun ihre Kleider, Schmuck, Accessoires, Taschen kaufen.

Hamburg. Ein Abend für Stilikonen und Diven: Am Donnerstagabend wurde in der Kaufmannshaus-Passage in der Innenstadt eine exklusive Verkaufsausstellung eröffnet, die von Freitag an von jedem besucht werden darf. Es geht um den Nachlass der legendären „Vogue“-Chefredakteurin Angelica Blechschmidt. Eine Grande Dame mit getönter Brille und viel, viel Haar. Eine Diva, wie es sie heute kaum mehr gibt. Blechschmidt, deren Alter niemand genau kannte, starb im Juni dieses Jahres. Aus ihrem Haus in Potsdam sind nun 3000 verschiedene Stücke, darunter Kleider, Schmuck, Accessoires, Taschen und viele, viele Bücher in einem temporären Secondella-Store in der Kaufmannshaus-Passage in den Großen Bleichen anzuschauen und zu kaufen.

14 Tage lang haben Freunde von Stil und Eleganz die Möglichkeit, über die ausgewählten Stücke der ehemalige Chefredakteurin von Deutschlands größtem Modemagazin näherzukommen. Blechschmidt war stets in schwarze Kleider gehüllt, gerne mit Pelz kombiniert. Wer Größe 34/36 trägt, hat die Auswahl zwischen Jil Sander, Chanel oder Donna Karan. Einen Hauch von großem Auftritt ersteht man beim Kauf gleich mit. „Wenn sie einen Raum betrat, waren die Bilder an den Wänden nicht mehr so wichtig, so eine große Ausstrahlung hatte sie“, sagt Silke Griebel, eine der Secondella-Geschäftsführerinnen.

Hornemann Kette mit Kreuz-Anhänger für 6250 Euro

Neben Kleidung und vielen penibel geordneten Magazinen, in denen die Post-its noch kleben, gibt es zahlreiche Schmuckstücke, darunter ein Amethyst-Ring, den Leonardo di Caprio vor 30 Jahren bei einer gemeinsamen Party trugt.

Blechschmidt hatte jeden Ring, Ohrring und jede Kette noch zu Lebzeiten katalogisiert, zu allem eine Erinnerung notiert, oder zumindest wo und wann sie es geschenkt bekommen oder gekauft hatte. Das muss eine ungeheure Arbeit gewesen sein, weil ihre Sammlung, zu der auch 300 Jahre alte persische Creolen und griechische Ohrstecker gehören, eben nicht besonders klein war.

Das teuerste Objekt ist eine Hornemann Kette mit Kreuz-Anhänger für 6250 Euro, eines der süßesten ein Buch mit Widmung: In „The Little Black Jacket“ schrieb Karl Lagerfeld: „1000 lieben Dank für den Brief, Angelica, Bild von Coupette kommt.“ Angelica Blechschmidt liebte Katzen genauso wie der Chanel-Designer.