Hamburg

Museen, Plätze, Bäder, Theater: Neuer Geldsegen für Hamburg

Die Hamburger Kunsthalle:  10,7 Millionen Euro sind für das Museum eingeplant.

Die Hamburger Kunsthalle: 10,7 Millionen Euro sind für das Museum eingeplant.

Foto: Marcelo Hernandez

Bund fördert Projekte mit vielen Millionen, wie die Evangelische Stiftung Alsterdorf. Auf Betreiben des SPD-Abgeordneten Kahrs.

Hamburg.  Für Hamburgs Kulturszene gibt es 2018 dreimal Weihnachten zu feiern: Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestags im Juni für das Reeperbahn Festival und mehrere Museen rund 49 Millionen Euro nach Hamburg vergab, steht nun die nächste stattliche Subventions­zusage an. Auch bei dieser ­Bescherungs-Runde ist der Hamburger SPD-Abgeordnete ­Johannes Kahrs, seit Jahren umtriebiger Geld­beschaffer, treibende Kraft.

Am intensivsten bedacht – mit 19,5 Millionen Euro – wird diesmal das Altonaer Museum. Dort sollen „Revitalisierung und Teil-Neubau“ des Hauses umgesetzt werden, außerdem eine grundlegende Erneuerung der Ausstellungen. Für die Kunsthalle wurden in Berlin 10,7 Millionen Euro eingeplant, für eine Modernisierung in den Bereichen Kupferstichkabinett, Bibliothek und historisches Archiv sowie eine Sanierung des Sammlungsbereichs der zeitgenössischen Kunst.

Zehn Millionen für Alsterschwimmhalle

Der Etat der Privattheatertage 2019 wird um 1,5 Millionen Euro auf­gestockt. Im Rahmen des Denkmalsonderschutzprogramms VII gehen 1,45 Millionen Euro an das Hamburger CVJM-Haus, das Kohle-Dampfschiff „Stettin“, das Harburger Schlossgewölbe, die Kirche St. Pauli sowie die Dreieinigkeitskirche in St. Georg. Für die Grundsanierung der denkmalgeschützten Alsterschwimmhalle werden zehn Millionen Euro vom Bund überwiesen.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf erhält 7,5 Millionen Euro, um das Areal am Alsterdorfer Markt zu modernisieren. Insgesamt kostet das Projekt 15 Millionen Euro. Sieben historische, derzeit baufällige Gebäude, darunter die Kirche St. Nicolaus, werden denkmalgerecht saniert und sollen eine „Straße der Inklusion“ ergeben. Dort entsteht ein Gedenkort, der Besucher auch an den Massenmord von Behinderten in der NS-Zeit erinnert. Der Kirchplatz wird verschönert und soll zur Brücke in den Stadtteil werden.

Auch das Kraftwerk Bille kann mit 2,35 Millionen Euro rechnen. Es soll dank Kunst und Kultur zum Vorzeigeprojekt im Hamburger Osten werden.