Prozess

Bei Jobgespräch in Eimsbüttel vergewaltigt: Mann vor Gericht

Ein Hamburger Justizbeamter in einem Saal des Hamburger Landgerichts (Symbolfoto)

Ein Hamburger Justizbeamter in einem Saal des Hamburger Landgerichts (Symbolfoto)

Foto: picture alliance

19-jährige Hamburgerin hatte per Ebay-Inserat einen Gelegenheitsjob gesucht und erlebte einen Albtraum.

Hamburg.  Mit einem Inserat auf Ebay-Kleinanzeigen hatte eine 19-jährige Frau im Juli dieses Jahres nach einem Gelegenheitsjob gesucht – doch statt ein paar Euro hinzuzuverdienen, erlebte sie einen wahren Albtraum.

Auf ihre Anzeige hin hatte sich am 17. Juli ein 59-jähriger Mann gemeldet. Unter dem Vorwand, sie könne Büroarbeiten bei ihm verrichten, soll er sie in seine Eimsbütteler Wohnung gelockt haben. Dort soll ihr Bernhard K. laut Staatsanwaltschaft ein präpariertes Getränk mit 1,4-Butandiol verabreicht haben – bei der Substanz handelt es sich um sogenannte K.-o.-Tropfen, in der Wirkung vergleichbar mit Liquid Ecstasy.

Erst K.-o.-Tropfen, dann Missbrauch

Der 19-Jährigen wurde schwindlig, sie fühlte sich schwach und unwohl. Der Mann soll dies ausgenutzt haben, um sich auf seinem Sofa an ihr zu vergehen. Erst Stunden später gelang ihr die Flucht aus der Wohnung. Dort stellte die alarmierte Polizei mehrere Flaschen mit 1,4-Butandiol sicher.

Die Staatsanwaltschaft hat Bernhard K., der die Vorwürfe bisher bestritten haben soll, wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der Prozess vor dem Landgericht beginnt am Freitag.