Hass-E-Mail

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit erhält Morddrohung

Die Bürgerschaftspräsidentin und SPD-Abgeordnete Carola Veit

Die Bürgerschaftspräsidentin und SPD-Abgeordnete Carola Veit

Foto: Michael Rauhe

Der Absender schrieb in seiner Hass-E-Mail, sie solle hängen oder wahlweise ein Messer in den Hals bekommen. So reagierte Veit.

Hamburg.  Dass sie als Politikerin auch mal hart kritisiert oder sogar beschimpft wird, ist Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) leider gewohnt. Doch dieser Vorgang ging selbst der hartgesottenen Parlamentschefin zu weit.

Nachdem sie dem parteilosen ehemaligen AfD-Abgeordneten Ludwig Flocken in der Bürgerschaft kürzlich wegen mehrfacher Entgleisungen das Wort entzogen hatte, wurde sie per Mail nicht nur auf ekelhafteste Weise beschimpft, sondern es wurde auch gedroht, sie solle hängen oder wahlweise ein Messer in den Hals bekommen.

Veit hat Anzeige erstattet

Ihr Abgeordnetenbüro habe es ja schon erwischt, und „nächstes mal erwischt es Dich“, ist noch eine der harmloseren Formulierungen in der Hass-Mail. Der unbekannte Absender verteidigt Flocken als „Held“ und grüßt abschließend mit „Sieg Heil“.

Veit hatte den Vorgang auf Twitter selbst öffentlich gemacht und nur etwas spöttisch-lakonisch bemerkt: „Ein Ton ist das heute wieder...“ Dennoch hat sie auch Anzeige erstattet, wie ein Sprecher der Bürgerschaft auf Abendblatt-Anfrage erklärte. Das geschehe nicht bei jeder unfreundlichen Zuschrift. Aber besonders schwerwiegende Fälle wie diesen gebe man an die Staatsanwaltschaft weiter.