Politik

Hamburger CDU-Mann gründet Israel-Freundeskreis

Carsten Ovens, CDU

Carsten Ovens, CDU

Foto: Klaus Bodig / HA

Bürgerschaftsabgeordneter Carsten Ovens will mit Unions-Netzwerk Beziehungen intensivieren und den Jugendaustausch fördern.

Hamburg. Nicht nur gute politische Beziehungen zu Israel, sondern auch eine enge Zusammenarbeit in Wissenschaft und Digitalwirtschaft liegen dem Hamburger CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Carsten Ovens schon lange am Herzen. Immer wieder hat sich der Fachsprecher für Wissenschaft und digitale Wirtschaft für Kooperationen etwa im Bereich der Start-up-Branche engagiert, ist oft nach Israel gereist oder hat zu dem Thema Anträge und Anfragen in der Bürgerschaft gestellt. Nun hat der 37-Jährige einen bundesweiten „Freundeskreis Israel in der Union“ ins Leben gerufen – und dafür prominente ehemalige und amtierende Mandatsträgern von CDU und CSU aus den Landtagen, Bundestag und Europaparlament gewonnen.

In Berlin gegründet

Seit Ovens zusammen mit der rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten Ellen Demuth den Freundeskreis Ende August in Berlin gründete, ist die Zahl der Mitglieder seinen Angaben zufolge von 46 auf rund 60 angewachsen. Die Gründung wurde auch von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem israelischen Botschafter S.E. Jeremy Issacharoff begleitet. „CDU und CSU waren und sind Israel stets in besonderer Weise verbunden“, sagte Ovens. „Der 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel soll daher Anlass sein, unsere Solidarität und Freundschaft mit Israel zu bekräftigen. Gemeinsam wollen wir die herausragenden Beziehungen zwischen dem Staat Israel und allen deutschen Bundesländern vertiefen und ausbauen – insbesondere in den Bereichen Kultur, Infrastruktur, Sicherheit, Tourismus, Wirtschaft und Wissenschaft.“

Mehr Mittel für Jugendaustausch

Laut seiner „Selbstverständniserklärung“ will sich der Freundeskreis auch für „eine Lösung des Nahostkonflikts auf Basis einer Zweistaatenlösung“ einsetzen und plädiert dafür, den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel zu einem „Jugendwerk mit bilateralen Strukturen auszubauen und mehr Mittel zur Verfügung zu stellen, damit interessierten Jugendlichen ein Austausch ermöglicht wird“.

Zu den insgesamt 46 Gründungsmitgliedern gehören u.a. Staatsministerin Dorothee Bär (CSU), die Kieler Bildungsministerin Karin Prien (CDU), der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) und die Hamburger CDU-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse und Marcus Weinberg.

In Hamburg gibt es seit Jahrzehnten einen Förderkreis und Freundeskreis der Universität Haifa im Norden Israels. Er wird geleitet von Sonja Lahnstein-Kandel und unterstützt von prominenten Förderern wie Max Warburg. Die Uni profiliert sich seit Jahren mit der Philosophie, das gemeinsame Lehren und Lernen von Israelis und Arabern zu fördern.