Bergedorf

Hamburger Sternwarte: Sanierung für das Riesen-Teleskop

Die Bergedorfer Sternwarte vor den Sanierungsarbeiten

Die Bergedorfer Sternwarte vor den Sanierungsarbeiten

Foto: Andreas Laible / HA

Die Modernisierung des historischen Kuppelbaus in Bergedorf hat begonnen. Dort steht eines der größten Linsenteleskope Deutschlands.

Hamburg. Die Sternwarte in Bergedorf gilt als bedeutsames Kulturdenkmal und wichtige, moderne Forschungsstätte zugleich. Seit September wurden bereits Fassaden und Fenster saniert, jetzt haben auch die Arbeiten an dem markanten Kuppelbau begonnen, wie die Senatspressestelle am Mittwoch mitteilte. In dem Gebäude steht mit dem sogenannten Refraktor eines der größten Linsenteleskope Deutschlands. Es hat eine Objektivöffnung von 60 Zentimetern und eine Brennweite von immerhin neun Metern.

Ziel der Arbeiten sei jetzt eine denkmalgerechte Sanierung, die den Refraktor auch barrierefrei öffentlich zugänglich mache. "Die Modernisierung ermöglicht, dass auch in Zukunft weiter gelehrt und geforscht wird – und noch mehr Hamburger und Hamburgerinnen den einzigartigen Ausblick genießen können", sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) zum Start der Kuppelbau-Arbeiten.

Sanierung kostet 3,2 Millionen Euro

Der Refraktor wird von der Astrophysik der Uni Hamburg für Lehr- und Forschungszwecke, aber auch für öffentliche Himmelsbeobachtungen genutzt

Die gesamte Sanierung könne vermutlich 2019 abgeschlossen werden und wird voraussichtlich 3,2 Millionen Euro kosten, wovon der Bund knapp zwei Millionen übernehme.

Seit 2011 gibt es ein Besucherzentrum

Die Sternwarte wurde zwischen 1906 und 1912 auf dem Gojenberg erbaut, sie galt seinerzeit laut Senatspressestelle als die größte und modernste ihrer Art in Europa. Der Rundbau mit dem Refraktor ist mit einer drehbaren Kuppel überdacht, die geöffnet werden kann. Der Fußboden dort ist höhenverstellbar. Set 1996 stehen die neobarocken Gebäude und Teile ihrer Ausstattung unter Denkmalschutz. Seit 2011 gibt es dort auch ein Besucherzentrum.