AK St. Georg

Schließung der Notaufnahme war "Ausnahmesituation"

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Die AK St. Georg ist eine von sieben Hamburger Asklepios-Kliniken

Die AK St. Georg ist eine von sieben Hamburger Asklepios-Kliniken

Foto: picture alliance

Notaufnahme der Asklepios Klinik St. Georg musste wegen Ärztemangels Stunden schließen. So reagiert die Gesundheitssenatorin.

Hamburg.  Die Zentrale Notaufnahme der Asklepios Klinik St. Georg hat am Montag ihre internistische Notaufnahme wegen Ärztemangels für einige Stunden schließen müssen. Zwischen 16 Uhr und 22.30 Uhr war die Klinik von der internistischen Notfallversorgung abgemeldet, bestätigte Kliniksprecher Mathias Eberenz dem Abendblatt. Die Versorgung von Notfällen anderer Disziplinen, wie etwa der Chirurgie und der Neurologie seien davon nicht betroffen gewesen.

„Die Sperrung in diesem Zeitumfang war außergewöhnlich und ein einmaliger Vorgang“, sagte Eberenz. Das Problem war, dass die Spätschicht nicht doppelt besetzt war, wie das normalerweise der Fall sei. „Im Spätdienst der Zentralen Notaufnahme stand kurzfristig nur ein Mediziner mit entsprechender Fachausrichtung zur Verfügung.

Ausfälle von ein bis zwei Stunden "durchaus üblich"

Wäre dieser Arzt über einen längeren Zeitraum mit einem schweren Notfall beschäftigt, hätte es kein Backup gegeben, deshalb erfolgte – vorsorglich – die Abmeldung von der Rettungsleitstelle der Feuerwehr“, so Eberenz weiter. Dass sich Hamburger Kliniken aus „Kapazitätsengpässen“ kurzfristig für ein bis zwei Stunden von einer fachspezifischen Intensivversorgung abmeldeten, ist laut Kliniksprecher Eberenz „durchaus üblich“. Die Zeitspanne von sechs Stunden sei jedoch ein Einzelfall. „Wir müssen die Angelegenheit jetzt intern aufarbeiten.“

Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks, die im Rahmen ihrer Sommertour die Notfallpraxis in Farmsen besuchte, sagte dazu: „Das geht nicht. Das ist indiskutabel.“ Sie bestätigte zwar, dass es immer mal wieder passieren könne, dass sich Kliniken stundenweise in Teilen von der Notfallversorgung abmeldeten, aber „so eine große Klinik sollte jemanden in der Hinterhand haben“, so die Senatorin. Die Gesundheitsbehörde werde grundsätzlich über jede Abmeldung der Krankenhäuser informiert. Politische Konsequenzen erfolgten aus der sechsstündigen Abmeldung von der internistischen Notaufnahme der Asklepios Klinik St. Georg nicht.

„Das war eine Ausnahmesituation“, sagte Prüfer-Storcks. Man werde jedoch das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen. Kliniksprecher Eberenz versicherte: „Aktuell und auf absehbare Zeit nimmt die Zentrale Notaufnahme der Asklepios Klinik St. Georg selbstverständlich wieder vollumfänglich an der Notfallversorgung teil.“

( joa )

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