Hamburg-News

Künstler-WG: Otto Waalkes litt unter Lärm von Lindenberg

Was in der Stadt passiert, was die Hamburger bewegt oder wo der Verkehr stockt: Lesen Sie hier, was heute in Hamburg los ist.

Hamburg.  Aktuelle und lokale Nachrichten aus dem Rathaus, wichtige Einsätze von Polizei und Feuerwehr, Neues von Hanseaten und Prominenten, Kurioses aus der Stadt – hier in den Hamburg-News.

Mädchen versinkt im Neuländer See

20.20 Uhr Ein Mädchen schwebt nach einem Badeunfall im Neuländer See (Harburg) in Lebensgefahr. Wie die Rettungsleitstelle der Feuerwehr mitteilte, war die 16-Jährige gegen 19.25 Uhr etwa 30 Meter vom Ufer entfernt untergegangen. Badegäste hatten den Vorfall beobachtet und waren ins Wasser gesprungen, um nach ihr zu suchen. Mitarbeiter der Wasserskianlage markierten die Unglücksstelle mit einem Boot, bis Feuerwehrtaucher das Mädchen nach drei Minuten im Wasser entdeckten und ans Ufer brachten. Ein Notarzt begann sofort mit der Reanimation vor Ort. Die 16-Jährige wurde am Abend im UKE weiter reanimiert.

Zur Betreuung der Angehörigen und der Zeugen am Ufer wurde ein Kriseninterventionsteam eingesetzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen.

Otto Waalkes litt unter Lärm von Lindenberg und Müller-Westernhagen

19.55 Uhr Otto Waalkes hat in den 70er-Jahren unter den Marotten seiner prominenten Mitbewohner in der Hamburger Künstler-WG leiden müssen. Im Hamburger Abendblatt (Sonnabend-Ausgabe) beklagt der Komiker, dass Udo Lindenberg, der Trommler, damals häufig nachts um 4 Uhr noch das dringende Bedürfnis verspürt habe, ein wenig Schlagzeug zu spielen. Und auch Marius Müller-Westernhagen machte dann noch ein wenig Musik. Somit fiel dem nach Schlaf und Ruhe und Erholung gierenden Waalkes nichts anderes ein, als laut und vernehmlich Silencio zu fordern. „Schnauze“, habe er damals gerufen, sagt Waalkes, der an diesem Sonntag (22. Juli) 70 Jahre alt wird.

Wer den Komik-Star interviewt, sollte nicht versuchen, selbst lustig zu sein: Otto Waalkes berichtet von humoristisch allzu bemühten Fernsehmoderatoren und der Schwierigkeit, einen Dialog zustande zu bringen, wenn das journalistische Gegenüber nur am Witzeln ist: „Da geht dann jeglicher Charme solch eines Gesprächs verloren“.

Lienen, Magath und weitere Promis bei "Kicken mit Herz"

14.10 Uhr Normalerweise sind sie im Fernsehen und auf der Bühne zu sehen. Doch am 9. September geben diese Hamburger Promis auf dem Fußballplatz ihr Bestes: Beim zehnjährigen Jubiläum der Benefizveranstaltung "Kicken mit Herz" im Stadion Hoheluft treten wieder ein Ärzte-Team des UKE gegen eine Promi-Mannschaft an, zu der unter anderem TV-Koch Tim Mälzer, Schauspielerin Nina Petri sowie Moderator und Autor Micky Beisenherz zählen. Auch Schauspieler Stephan Luca, Moderatorin Julia Westlake, Entertainer Jorge González, Singer-Songwriter Olli Schulz sowie die (Ex-)Fußballer Ivan Klasnic, Andre Trulsen, Patrick Borger und Fabian Boll sind in diesem Jahr dabei und stürmen, flanken und köpfen für den guten Zweck. Moderiert wird das Fußball-Ereignis von Steffen Hallaschka und Marek Erhardt. Das Ärzte-Team wird von HSV-Legende Felix Magath und FC St. Pauli-Ikone Ewald Lienen gecoacht.

Gewinner der Partie „Hamburg Allstars“ – „Placebo Kickers“ ist am Ende vor allem die Kinder-Herz-Station des UKE, der der Erlös zugutekommt. Die rund 4000 Tickets sind im Vorverkauf sowie an der Tageskasse erhältlich: Erwachsene zahlen zehn Euro, Kinder fünf Euro, unter acht Jahren ist der Eintritt frei. Einlass ist am 9. September ab 12 Uhr, Anstoß ist um 14 Uhr.

Polizei stoppt bekifften VW-Polo-Fahrer auf der A7

13.30 Uhr Der Polizei fiel der VW Polo am späten Donnerstagabend auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Volkspark und Stellingen auf, weil der 42-jährige Fahrer extrem langsam und in leichten Schlangenlinien unterwegs war. Als die Beamten den Mann überprüften, stellten sie erhebliche körperliche Auffälligkeiten fest. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf THC, teilte die Polizei am Freitag mit. Zudem kam den Polizisten ein Marihuanageruch aus dem Auto entgegegen. In dem Wagen fanden die Beamten geringe Menge Marihuana. Ermittlungen ergaben zudem, dass dem 42-Jährigen die Fahrerlaubnis bereits wegen einer anderen Verkehrsstraftat entzogen worden war.

Hamburg lockt noch mehr Touristen – vor allem aus dem Inland

12.55 Uhr Hamburg steht bei Touristen weiter hoch im Kurs. Rund 2,75 Millionen Übernachtungsgäste kamen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres in die Hansestadt – 5,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistikamt Nord am Freitag berichtete. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 5,2 Prozent auf mehr als 5,5 Millionen.

Vor allem mehr Inlandsgäste (rund 2,18 Millionen/plus 6,9 Prozent) zog es an Elbe und Alster, während sich die Zahl der Besucher aus dem Ausland nur leicht (567 000/plus 0,8 Prozent) erhöhte. Bei den von Touristen aus anderen Ländern gebuchten Übernachtungen sank der Wert von Januar bis Ende Mai um 0,4 Prozent zum Vergleichszeitraum 2017. Allein im Mai stieg die Zahl der Gäste um 7 Prozent auf 639.000 und die der Übernachtungen um 6,6 Prozent auf 1,32 Millionen, wie das Statistiksamt berichtete. „21 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland, die meisten von ihnen aus der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Österreich und den Vereinigten Staaten.“ Im Schnitt hielten sich Gäste 2,1 Tage in Hamburg auf.

49-jähriger Bayer wird neuer Chef der Feuerwehr Hamburg

12.35 Uhr An der Spitze der Hamburger Feuerwehr gibt es einen Wechsel: Der 49 Jahre alte Christian Schwarz wird neuer Hamburger Feuerwehr-Chef. Der promovierte Chemiker ist seit mehr als zwei Jahrzehnten bei der Feuerwehr beschäftigt und war zuletzt für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren und Katastrophenschutzkräfte in Bayern verantwortlich. Nun setzte sich Schwarz in einem bundesweiten Auswahlverfahren durch und wird Nachfolger von Oberbranddirektor Klaus Maurer, der Ende September in den Ruhestand geht.

Nach Studium und Promotion an der Technischen Universität München absolvierte Christian Schwarz seine Ausbildung für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart. 2002 wurde er Chef der Staatlichen Feuerwehrschule in Bayern wurde. „Er ist ein ausgewiesener Feuerwehrfachmann mit hoher Innovationsfähigkeit", sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD). "Ich bin davon überzeugt, dass Herr Dr. Schwarz den laufenden Prozess der Modernisierung der Feuerwehr Hamburg mit entscheidenden Impulsen vorantreiben wird." Christian Schwarz betonte, dass er sich außerordentlich darauf freue, "in einer wunderschönen Stadt" eine der größten deutschen Feuerwehren leiten zu dürfen.

Pilotprojekt: Ampeln kommunizieren in Hamburg mit Autos

12 Uhr Hamburg hat mit den Unternehmen Audi, HERE Technologies und Swarco erstmals einen Ampelphasenassistenten erfolgreich erprobt. Auf einer Teststrecken mit mehr als 60 Ampeln im Hamburger Stadtgebiet bekommen die Testfahrer in ihren Autos angezeigt, welche Geschwindigkeit sie für eine grüne Welle benötigen. Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu optimieren, die Fahrzeit zu verkürzen und die Umwelt zu schonen. "Künftig sollen Verkehrsteilnehmer die Daten von Ampeln nutzen können, indem sie Entwicklern, Dienstleistern und Automobilherstellern für Navigations- und Assistenzdienste in Fahrzeugen zur Verfügung gestellt werden", heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Verkehrsbehörde.

"Die Ampelzeitprognose im Fahrzeug ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass unsere Kooperationen mit Industriepartnern auf Augenhöhe genau die richtige Wahl sind", sagte Frank Horch (parteilos), Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. "Im Ergebnis haben wir eine Entwicklung, die funktioniert, innovativ ist und den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern einen echten Mehrwert bietet." Nach den erfolgreichen Erkenntnissen des Pilotprojekts soll nach Angaben der Behörde nun die stadtweite Bereitstellung der Daten erfolgen, so dass künftig die Grünzeitprognosen für mehr als 1000 Ampeln im Stadtgebiet möglich sein werden. Geplant ist, dass der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Fördermittel beim Bund beantragt.

Mann verkauft 13-jährigem Kind Marihuana

11.20 Uhr Bei einem Einsatz der Task Force zur Drogenbekämpfung haben Polizeibeamte einen 34-Jährigen in St. Georg festgenommen: Er hatte einem 13 Jahre altem Kind Marihuana verkauft. Gegen 17 Uhr am Donnerstag beobachteten Fahnder, wie der Mann am Steintorweg/Ecke Bremer Reihe zunächst mehrere Passanten ansprach und diesen mutmaßlich Betäubungsmittel zum Verkauf anbot. Doch niemand ging auf sein Angebot ein. Wenig später wurden die Fahnder jedoch Zeugen davon, wie er einem offensichtlich minderjährigen Jungen Drogen verkaufte. Die Beamten stoppten den 13-Jährigen und entdeckten bei ihm einen Gripbeutel mit einer geringen Menge Marihuana. Daraufhin nahmen die Beamten den 34-jährigen Mann fest und stellten bei ihm 40 Euro mutmaßliches Dealgeld sicher. Er kam vor einen Haftrichter.

Diebesbande kann Porsche-Autos nicht widerstehen

8.30 Uhr Er ist sportlich, beschleunigt innerhalb kürzester Zeit auf Tempo 200 und ist für die meisten Menschen unerschwinglich: der Porsche 911 Carrera. Eine dreiköpfige Hamburger Diebesbande konnte diesem Automodell offenbar nicht widerstehen. Fast zwei Jahre lang sollen es die 36, 40 und 42 Jahre alte Männer auf dieses exklusive Fahrzeug abgesehen haben. Am kommenden Donnerstag steht das Trio wegen bandenmäßigen Diebstahls vorm Landgericht Hamburg.

Die Angeklagten sollen sich in der Zeit vom 21. Mai 2016 bis zum 14. Februar 2018 mit weiteren Personen als Bande zusammengeschlossen haben, um gewerbsmäßig hochwertige Autos zu stehlen. Im Mai 2016 sollen sie mit zwei gesondert Verfolgten in der Haydnstraße eine Garage aufgehebelt und versucht haben, einen Porsche 911 Carrera zu stehlen. Doch der Plan scheiterte, weil Zeugen auf die Männer aufmerksam wurden.

Kurz darauf stahlen zwei der Angeklagten aus einer Tiefgarage unter dem Marie-Jonas-Platz einen Porsche 911 Cabrio im Wert von rund 60.000 Euro. Anschließend musste der Besitzer eines Porsche 911 Cabrio, der in einer Tiefgarage in der Barmbeker Straße abgestellt war, den Verlust seine 50.000-Euro-Autos beklagen – auch das soll auf das Konto eines der Angeklagten gegangen sein. Im Oktober 2016 scheiterten die Autodiebe daran, einen in der Alten Rabenstraße abgestellten Porsche 911 Carrera S zu entwenden, weil sie durch Zeugen gestört wurden. Mehr Erfolg hatten zwei der Tatverdächtigen im Februar 2018: Im Duvenstedter Damm stahlen sie einen Porsche 911 Carrera.