Hamburg

Schuhmarke aus Äthiopien eröffnet Laden auf St. Pauli

Das Logo des Unternehmens

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Das Fair-Trade-Label hat Sandalen, Slipper und Schnürschuhe im Angebot. Das Haupterkennungsmerkmal ist die Sohle.

Hamburg.  Addis Abeba goes Hamburg: SoleRebels, eine der am schnellsten wachsenden Schuhmarken Afrikas eröffnet den ersten Laden in Deutschland – und zwar auf St. Pauli. Das Fair-Trade-Label aus Äthiopien hat Sandalen, Slipper und Schnürschuhe im Angebot. Das Haupterkennungsmerkmal ist die Sohle. Deren Gummi wird nach Art traditioneller äthiopischer Schuhe aus ausrangierten Lkw-Reifen geschnitten.

Als Obermaterial für die originellen und bequemen Modelle mit kulturell inspirierten Mustern dient neben Leder meist selbst produzierter Stoff aus regional angebauter Bio-Baumwolle oder Jute. „Die gesamte Kollektion wird in einer Manufaktur in Addis Abeba produziert“, sagt Elias Assefa vom Hamereé Handelskontor. Der Hamburger mit äthiopischen Wurzeln hat die Deutschland-Vertretung von SoleRebels übernommen.

80 unterschiedliche Schuhmodelle

Die junge Äthiopierin Bethlehem Tilahun Alemu hatte das Unternehmen 2004 gegründet und mit einer Handvoll Mitarbeitern und ein wenig geliehenem Startkapital in einer Baracke am Rand der äthiopischen Hauptstadt mit der Produktion ihrer ersten Schuhe begonnen. Der Grundgedanke war von Anfang an, in allen Bereichen des Unternehmens unter fairen Bedingungen zu arbeiten und möglichst umweltschonend, überwiegend aus lokal verfügbaren Rohstoffen zu fertigen. Inzwischen arbeiten 320 Mitarbeiter bei SoleRebels.

Es gibt etwa 80 unterschiedliche Schuhmodelle, die zu Preisen zwischen 60 und 99 Euro online oder stationär in weltweit 50 Ländern verkauft werden. Angeboten werden zudem Taschen, Rucksäcke und Gürtel. Läden gibt es außerhalb Afrikas unter anderem in Barcelona, Wien, Singapur und im Silicon Valley. Der Hamburger Shop eröffnet am 31. August im Neuen Kamp 3 direkt gegenüber der Rindermarkthalle.