Handel

Elsner Schuh und Esprit schließen Läden in der City

Elsner Schuh an der Mönckebergstraße

Elsner Schuh an der Mönckebergstraße

Foto: Hanna-Lotte Mikuteit

Insolvenz und zu geringe Umsätze sind der Grund für die Aufgaben. Leerstand in Teilen der Innenstadt, vor allem bei großen Flächen.

Hamburg.  In der Hamburger Innenstadt werden weitere große Einzelhandelsflächen frei. Das traditionsreiche Geschäft Elsner Schuh an der Mönckebergstraße gibt auf: „Diese Filiale wird geschlossen. Alles muss raus“, ist auf den Schaufenstern zu lesen. Die Ware ist um 50 Prozent reduziert.

Elsner Schuh wurde 1887 in Hamburg von Gustav Elsner gegründet und ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts an der Mönckebergstraße ansässig. Seit 1999 gehört das Unternehmen zur Leiser-Gruppe, die Insolvenz angemeldet hat. Deshalb muss das Geschäft mit rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche demnächst geschlossen werden.

Verhandlungen mit einem Nachmieter

Da die Mönckebergstraße zu einer der gefragtesten Adressen in der Hansestadt gehört, gibt es nach Abendblatt-Informationen bereits Verhandlungen mit einem Nachmieter. Der wird auch an der Gerhofstraße unweit vom Gänsemarkt gesucht. Die Modekette Esprit wird Ende März ihr Geschäft aufgeben. „Die Schließung ist Teil des laufenden Programms von Esprit, durch die Aufgabe unrentabler Geschäfte die Wirtschaftlichkeit seines Storeportfolios zu optimieren“, sagte ein Sprecher.

Die Esprit-Läden an der Mönckebergstraße und Spitalerstraße stehen den Kunden weiterhin zur Verfügung.

Das Unternehmen hat die rund 2900 Quadratmeter große Fläche über drei Etagen seit 2003 angemietet. Das Gebäude gehört der Commerz Real und soll nach dem Auszug saniert werden. Es gebe bereits mehrere Interessenten für die Fläche, sagte ein Sprecher. Und weiter: „Unser Vermietungskonzept sieht mehrere Möglichkeiten der Aufteilung vor.“

Viel Leerstand

Allerdings ist die Vermietung in ­diesem Bereich der Innenstadt kein Selbstgänger. In der Umgebung stehen bereits zahlreiche Flächen leer: Für zwei Läden im Hanseviertel sucht Center­manager Uwe von Spreckelsen einen Nachfolger. Eine gute Nachricht: Die Fläche des Hemdenherstellers Jacques Britt in der Einkaufspassage soll demnächst an einen Kosmetikanbieter vermietet werden.

Auch am noblen Einkaufsboulevard Neuer Wall werden noch Nachmieter gesucht. Doch vor allen Dingen die Vermietung von größeren Flächen gestaltet sich schwierig. Deshalb ziehen jetzt häufiger Pop-up-Stores temporär in die leer stehenden Geschäfte ein.

Erst vor Kurzem hat die Modedesignerin Dorothee Schumacher in der Hausnummer 71 ein Geschäft eröffnet. Zu dem Konzept gehört auch das Café lebeleicht. Der Mietvertrag für die Fläche läuft allerdings nur bis März nächsten Jahres.