Hamburg

Traditionsreederei Hapag-Lloyd muss sparen

Vorstandschef befürchtet 2018 teils kräftige Einbußen. Frachtraten haben sich weniger stark entwickelt als zunächst angenommen.

Hamburg.  Die Hamburger Traditionsreederei Hapag-Lloyd will wegen des Margendrucks Kosten senken. Das Marktumfeld bleibe herausfordernd, auch wenn es Anzeichen für eine Verbesserung der Frachtraten gebe, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Dienstag in Hamburg vor den Aktionären. „Wir müssen eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur sichern und noch effizienter werden. In diesem Zusammenhang haben wir bereits kurzfristige Maßnahmen eingeleitet, um uns auf der Kostenseite Entlastung zu verschaffen.“

Habben Jansen hatte Ende Juni die Gewinnziele der Firma eingedampft. Statt deutlicher Zuwächse befürchtet er 2018 nun teils kräftige Einbußen. „Wesentliche Eckdaten auf der Kosten- und Ertragsseite haben sich marktbedingt sehr deutlich und außerhalb unserer Erwartungen entwickelt“, erklärte er den Aktionären. Die Frachtraten hätten sich weniger stark entwickelt als zu Jahresbeginn angenommen. „Gleichwohl sehen wir aktuell eine positive Tendenz, die sich im zweiten Halbjahr weiter verfestigen sollte.“

Die Schifffahrt steckt seit Jahren in der Krise, weil Überkapazitäten die Frachtpreise drücken. Hapag-Lloyd war nach vier verlustreichen Jahren 2015 dank Einsparungen in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.