Hamburg

Namensstreit: Schlappe vor Gericht für Versandhändler Otto

Daniel MacGowan, Gesellschafter der Burger-Kette Otto's Burger

Daniel MacGowan, Gesellschafter der Burger-Kette Otto's Burger

Foto: Roland Magunia / HA

Das Hamburger Unternehmen hatte gegen die Burgerkette Otto’s geklagt – weil es die Namensrechte verletzt sieht.

Hamburg.  Im Streit Otto gegen Otto muss der Hamburger Handelskonzern eine Schlappe hinnehmen. Dieser hatte gegen die ebenfalls aus der Hansestadt stammende Burgerkette Otto’s Burger mit vier Filialen geklagt. Der Konzern sieht seine Namensrechte verletzt.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers hat der Vorsitzende Richter am Landgericht die Klage am Dienstag zurückgewiesen. „Wir werden die schriftliche Begründung abwarten und prüfen“, sagte ein Otto-Sprecher auf Anfrage des Abendblatts. Danach werde entschieden, wie das Unternehmen weiterverfahren wolle. Der Streitwert beträgt 750.000 Euro.

Geschäftsfelder beider Unternehmen seien zu unterschiedlich

Eine Verletzung des Unternehmenskennzeichen „Otto“ liege nicht vor, weil die von den vier Burger-Lokalen angesprochenen Gäste „Otto's Burger“ nicht mit dem Otto-Kennzeichen des Versandhändlers in Verbindung brächten, entschied die Kammer für Handelssachen am Landgericht. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Maßgeblich für die Entscheidung sei auch gewesen, dass die Geschäftsfelder beider Unternehmen zu unterschiedlich seien, ergänzte ein Gerichtssprecher. Außerdem sei „Otto“ ein geläufiger Vor- und Nachname, so dass aus Sicht der Kammer keine Verwechselungsgefahr besteht. Der Versandhändler hatte gegen den Gastronomie-Betrieb wegen der Verletzung von Namens- und Markenrechten geklagt. Außerdem ging es um den Verdacht unlauteren Wettbewerbs.

Der Inhaber von „Otto's Burger“, Daniel MacGowan, betreibt vier Lokale in der Hansestadt und berief sich bei der Namensgebung auf einen vermeintlichen Burger-Erfinder namens Otto Kuase. Er sei sehr erleichtert, sagte MacGowan. Er habe nie eine Verwechslungsgefahr durch die Namenswahl gesehen und sehe sich durch das Gericht bestätigt. Im September will der Gastronom eine Filiale in Köln eröffnen.