Neubürger

Dreimal so viele Briten lassen sich in Hamburg einbürgern

Offiziell Deutscher: Der gebürtige Nordire Brian Maginess (l.) nimmt im Rathaus seine Einbürgerungsurkunde von Bürgermeister Olaf Scholz entgegen

Offiziell Deutscher: Der gebürtige Nordire Brian Maginess (l.) nimmt im Rathaus seine Einbürgerungsurkunde von Bürgermeister Olaf Scholz entgegen

Foto: Michael Rauhe

Nach der Brexit-Entscheidung wechseln immer mehr Briten die Staatsbürgerschaft. Insgesamt sinkt aber die Zahl der Einbürgerungen.

Hamburg. Nach dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU wechseln offenbar immer mehr Bürger des Vereinigten Königreichs die Staatsbürgerschaft. Ließen sich in 2016 gerade einmal 124 Briten in Hamburg einbürgern, so waren es 2017 schon 373 – rund dreimal so viele!

Häufigste Herkunftsländer Afghanistan und Türkei

Insgesamt war die Zahl der Einbürgerungen in Hamburg hingegen rückläufig, Sie sank um 211 Personen auf 5608, wie das Statistikamt Nord am Montag miteilte. Die meisten Hamburger Neubürger stammten dabei aus Afghanistan. Ihre Zahl sank leicht von 824 auf 813. Auf Platz zwei der Einbürgerungsstatistk folgen Menschen aus der Türkei mit 499 Personen (2016: 607). Menschen mit polnischen Wurzeln liegen auf Rang 3 (2017: 409, 2016: 451). Dann folgen bereits die Briten, die in 2016 noch den 9. Rang unter den Neubürgern belegten. Unter den Top Ten der Herkunftsländern sind zudem Iran, Ghana, Russland, Vietnam, Indien und Ägypten.

Gleicher Trend in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sah es im vergangenen Jahr sehr ähnlich wie in Hamburg aus. Dort wurden 2714 Menschen eingebürgert. Das sind 150 weniger als im Jahr 2016. Die Zahl der Eingebürgerten aus dem Vereinigten Königreich stieg binnen Jahresfrist auch in Schleswig-Holstein deutlich um 150 Personen auf 244. Damit stellten sie die drittgrößte Gruppe unter den Herkunftsländern. An den ersten beiden Stellen standen wie in Hamburg die Türkei (318 Menschen) und Polen (268).

Wer die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen will, muss mindestens acht Jahre in Deutschland gelebt haben, gut deutsch sprechen und einen Einbürgerungstest bestehen.