S-Bahn

Rot-Grün will Fünf-Minuten-Takt für Züge nach Harburg

Verbesserung des Hamburger S-Bahn-Angebotes soll kurzfristig umgesetzt werden. Die Pläne der Koalition sind vielfältig.

Hamburg. Die rot-grüne Regierungskoalition setzt sich für eine Verbesserung des S-Bahn-Angebots ein. Nach Abendblatt-Informationen werden zur nächsten Bürgerschaftssitzung zwei Anträge eingebracht. Zum einen geht es um die Linien S 3 und S 31 auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Harburg. Die Forderung der Politik: „Es sollte aufgrund des erhöhten Fahrgastaufkommens der Takt verdichtet werden“, sagt SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter. Dafür solle die S 31 künftig von montags bis sonnabends länger fahren (letzte Abfahrten ab Hauptbahnhof dann jeweils um 21 Uhr). Damit würden S 3 und S 31 zusammen einen Fünf-Minuten-Takt zwischen Hauptbahnhof und Harburg bis 21 Uhr erreichen, so Buschhüter. Eine Umsetzung könnte bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 erfolgen.

Infrastruktur ausbauen

Das zweite Thema ist die Forderung von Rot-Grün, die Verstärkerlinie S 32 einzuführen. Diese soll auf der stark frequentierten Strecke der S 3 zwischen Altona und Harburg in der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag von etwa 6 bis 9 Uhr und von 15 bis 19 Uhr im Zehn-Minuten-Takt verkehren. Dafür müsste aber auch die Streckeninfrastruktur ausgebaut werden, zum Beispiel zusätzliche Signale zwischen den Stationen Harburg Rathaus und Veddel installiert werden. Deshalb ist eine Einführung der S 32 erst 2021 realistisch.

Außerdem wird der Senat in dem Antrag von Rot-Grün aufgefordert zu prüfen, ob weitere zehn neue S-Bahn-Züge bestellt werden können. Das ist eine Option, die auch im S-Bahn-Vertrag mit der Stadt enthalten ist. „Das ist wichtig, um den ständig wachsenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden und das Angebot der S-Bahn ausweiten zu können“, sagt Grünen-Verkehrsexperte Martin Bill.