Hamburg

Dieses Viersternehotel spezialisiert sich auf Kinder

Sie gehörten zu den ersten Gästen:  Franz und Michaela Steinegger mit ihren Kindern Alina (8) und Samuel (10)

Sie gehörten zu den ersten Gästen: Franz und Michaela Steinegger mit ihren Kindern Alina (8) und Samuel (10)

Foto: Andreas Laible

In der HafenCity erwarten die kleinen Gäste viele Spielgeräte und besondere Gerichte. Selbst einen Babysitter kann man hier buchen.

Hamburg.  Die Hotelbranche in Hamburg bietet eine große Vielfalt. Von der kleinen Pension über Low-Budget-Hotels und große Ketten bis hin zum individuellen Luxushotel ist alles dabei. Doch am Donnerstag wurde in der Hansestadt nun ein Konzept präsentiert, das es so in der Elbmetropole bisher noch nicht gab: ein auf Familien spezialisiertes Viersternehaus. Das Jufa ­Hotel an der Versmannstraße in der HafenCity liegt direkt am Wasser und bezeichnet sich als „offenes Hotel“ mit besonderen Spiel- und Gastroangeboten.

Die österreichische Hotelgruppe betreibt inzwischen 57 Häuser in vier Ländern: „Wir freuen uns, dass wir hier in Hamburg das familienfreundlichste Stadthotel Deutschlands eröffnen können“, sagt der Jufa-Vorstandsvorsitzende Gerhard Wendl.

Die Kinder können im Abenteuer-Paradies spielen

Dass sich hier die Zielgruppe wohlfühlen dürfte, wird bei einem Rundgang bereits in der großzügigen Lobby, die auch für Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen gebucht werden kann, deutlich. Am Ende der Empfangshalle liegt das Abenteuer-Paradies für die Kinder. Für die ganz kleinen Gäste gibt es den Mini-Hafen, der wie ein Spielzimmer gestaltet ist. Für die Größeren steht der „Alte Afrika Hafen“ mit mehreren Spielgeräten zur Verfügung. Hier können sie auch in einem „Störtebeker-Ruderboot“ Platz nehmen.

Neues Kletterschiff

Die größte Attraktion folgt demnächst: Auf der Außenfläche wird ein 13 Meter langes und zehn Meter hohes „Störtebeker-Kletterschiff“ für die kleinen Piraten aufgebaut, hergestellt aus massiver Eiche. Allerdings wird diese Attraktion, die in Österreich gebaut wurde, voraussichtlich erst Ende Juni aufgestellt.

Wichtig ist Jufa-Chef Wendl: „Wir wollen auch an diesem Standort unser Konzept des offenen Hotels umsetzen. Die Hamburger Familien sind uns herzlich willkommen, und die Kinder können hier nach Herzenslust spielen, während die Eltern Kaffee trinken.“ Im Foyer gibt es eine Café-Bar und in der ersten Etage das Restaurant Kombüse mit mehreren Sonnenterrassen inklusive Elbblick. Dort wird ein Abendbüfett angeboten, „natürlich mit speziellen Gerichten, die Kinder besonders gerne mögen“, sagt Wendl.

Die Erwachsenen bezahlen 25 Euro, die kleinen Gäste 14,90 Euro. Außerdem gibt es eine Hamburger Bude, wo Fischbrötchen und Eis verkauft werden. Das Jufa Hotel hat 220 Zimmer, davon 15 Junior-Suiten mit Balkon. Das Familienzimmer, in dem Platz für zwei Erwachsene und zwei Kinder ist, kostet ab 199 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Die Nachfrage ist groß: Für den Mai liege die Auslastung bereits bei rund 80 Prozent, sagt Wendl.

Passend zum Konzept gibt es einen Kinderwagen-Verleih und Fahrräder für die gesamte Familie: „Natürlich organisieren wir auch einen Babysitter, wenn die Eltern zum Beispiel ein Musical besuchen wollen“, sagt Direktor Sebastian Lange. Selbstverständlich stehe das Jufa Hotel auch Geschäftsreisenden und allen anderen Zielgruppen zur Verfügung, sagt Lange. Auch Sportvereine seien eine Zielgruppe. Das Haus setzt auch auf Tagungsgäste. Es gibt drei Seminarräume.

Das neue Hotel ist das Flaggschiff der Jufa Gruppe

Zur Eröffnung am Donnerstag kam Hamburg-Tourismus-Chef Michael Otremba: „Von dem neuen Jufa Hotel werden für die HafenCity und die gesamte Tourismusbranche spürbare Impulse ausgehen. Hamburg erhält nicht nur ein hochwertiges Übernachtungsangebot für Familien, sondern auch einen neuen Anlaufpunkt für Hamburger.“

Auch die Österreicher haben große Erwartungen: „Unser Haus in der HafenCity ist natürlich unser Flaggschiff in der Entwicklung in Deutschland. Wir erwarten mittelfristig rund 120.000 Übernachtungen an diesem Standort pro Jahr“, sagt Wendl. Aber auch die anderen Jufa Hotels sollen von Hamburg profitieren: „Wir sind überzeugt, dass viele Gäste aus dem deutschsprachigen und nordischen Bereich hierherkommen werden und damit auch das Interesse an den Jufa Hotels in Österreich geweckt wird“, so Wendl. In der Lobby wird für typische Produkte aus dem Alpenland geworben.

Bereits seit einem Jahr ist Direktor Sebastian Lange, der selber Vater von zwei Kindern ist, an Bord und hat beinahe täglich die Baustelle besucht. Aber jetzt ist das Ziel erreicht: „Wir freuen uns, dass wir dieses Familienhotel nun eröffnen können, und hoffen auch, viele Hamburger zu unseren Stammgästen in der Gastronomie zählen zu dürfen.“