Grindel gratuliert

Altona 93 gewinnt den Integrationspreis des DFB

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Alle ersten drei Preisträger des Integrationspreises stehen zum Abschluss der Veranstaltung auf der Bühne. Nominiert waren aus insgesamt 162 Bewerbungen jeweils drei Bewerber aus den Kategorien Verein, Schule und kommunale/freie Träger

Alle ersten drei Preisträger des Integrationspreises stehen zum Abschluss der Veranstaltung auf der Bühne. Nominiert waren aus insgesamt 162 Bewerbungen jeweils drei Bewerber aus den Kategorien Verein, Schule und kommunale/freie Träger

Foto: Soeren Stache / dpa

Der Regionalligaclub durfte am Montagabend jubeln! Der Club erhielt die Auszeichnung für seine wertvolle Integrationsarbeit.

Hamburg/Berlin.  Der Hamburger Fußballverein Altonaer FC von 1893 ist Träger des 11. Sozialpreises des Deutschen Fußballbunds (DFB) und des Autoherstellers Mercedes-Benz. Der Club erhielt die Auszeichnung am Montag den Angaben zufolge in Berlin für seine wertvolle Integrationsarbeit. In der Kategorie kommunale und freie Träger ging der Preis an die Step Stiftung aus Freiburg. Bei den Schulen gewann die Hans Tilkowski Schule aus Herne. Die drei Erstplatzierten erhielten jeweils einen Transporter im Wert von 45.000 Euro. Um die Auszeichnungen hatten sich den Angaben zufolge 162 Einrichtungen beworben, darunter 112 Vereine.

Integration in der Satzung verankert

Integration ist beim Altonaer FC von 1893 bereits in der Satzung als Vereinsziel verankert. In Wladimir Bondarenko, der den Preis mit entgegen nahm, verfügt der Club über einen eigenen Integrationsbeauftragten. Der kasachische Spätaussiedler und Maschinenbauingenieur stellt die Umsetzung sicher. Der Verein arbeitet eng mit lokalen Migrantenorganisationen, Kitas und Schulen zusammen, organisiert regelmäßig Turniere und Sportfeste zur interkulturellen Begegnung und schafft Angebote für Flüchtlingskinder und ihre Eltern aus Erstaufnahmen und Unterkünften.

AFC setzt auf positive Kraft des Fußballs

„Fußball hat die Kraft, Brücken zu bauen und junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft zu verbinden“, erklärte DFB-Präsident Reinhard Grindel, der sich als gebürtiger Hamburger ganz besonders über den Preisträger freute. Auch die diesjährigen Gewinner des Integrationspreises setzten vorbildlich auf die positive Kraft von Fußball. „Mit ihrem Engagement fördern sie die Vielfalt im Fußball und weit darüber hinaus auch in unserer Gesellschaft.“

Barthel spricht von "Höhen und Tiefen"

Der Altonaer FC wurde 2014 bereits mit dem Integrationspreis des Hamburger Fußballverbandes ausgezeichnet. Als Lohn des DFB gab es nun auch noch eine Einladung für die Hamburger Delegation zum Länderspiel zwischen Deutschland und Brasilien im Berliner Olympiastadion. "Dieser Preis bedeutet uns sehr viel“, sagte Vereinschef Dirk Barthel am Dienstag. "Wir haben im Moment Höhen und Tiefen." Die Auszeichnung gehöre definitiv zu den Höhen. Gleiches gilt für den 125. Geburtstag des Clubs, der in diesem Jahr gefeiert wird. Zu den Tiefen zählt Barthel den Tod des ehemaligen Ehrenratsvorsitzenden Jürgen Kuntze-Braack sowie den vorletzten Tabellenplatz des Liga-Teams in der Regionalliga Nord.

( dpa/HA )

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