Hamburg

Olaf Scholz verdient als Finanzminister weniger als bisher

Olaf Scholz (SPD) soll am Mittwoch zum Bundesfinanzminister im Kabinett von Angela Merkel ernannt werden

Olaf Scholz (SPD) soll am Mittwoch zum Bundesfinanzminister im Kabinett von Angela Merkel ernannt werden

Foto: Soeren Stache / dpa

Die neuen Gehälter der Hamburger Spitzenpolitiker. Den größten Sprung macht nicht der künftige Bürgermeister.

Hamburg.  Selten zuvor haben so viele Hamburger Politiker auf einen Schlag einen Karrieresprung gemacht. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) ist gestern Abend zurückgetreten, um heute zum Bundesfinanzminister ernannt zu werden. Drei weitere Hamburger steigen in Bundesministerien zu Staatssekretären auf. Und in der Folge wird in der Hansestadt ein Senator zum Bürgermeister und ein Fraktionschef zum Senator.

Mit einem großen Gehaltssprung ist das allerdings nicht zwingend verbunden: Erhielt Scholz als Bürgermeister nach Angaben des Personalamts ein Grundgehalt von 15.993 Euro sowie eine Aufwandspauschale von 639 Euro im Monat – also insgesamt rund 199.600 Euro im Jahr –, kommt er als Finanzminister nur auf 185.500 Euro: 15.156 Euro Grundgehalt sowie eine jährliche Pauschale in Höhe von 3681 Euro. Das teilte das Bundesinnenministerium dem Abendblatt mit.

Für Tschentscher ändert sich kaum etwas

Auch für seinen designierten Nachfolger Peter Tschentscher (SPD) ändert der Aufstieg finanziell kaum etwas: Als Finanzsenator steht ihm das gleiche Grundgehalt wie dem Bürgermeister zu, nur die Aufwandsentschädigung ist mit 281 Euro im Monat geringer. Er verdient also künftig gut 350 Euro mehr im Monat.

Ein kräftigen Sprung macht dagegen Andreas Dressel: Während er als SPD-Fraktionschef eine dreifache Abgeordnetendiät erhielt (gut 100.000 Euro im Jahr), wird er als neuer Finanzsenator fast das Doppelte verdienen – und damit etwa so viel wie CDU-Fraktionschef André Trepoll. Dessen Diäten stockt die CDU freiwillig auf Bürgermeisterniveau auf.

Niels Annen – bestbezahlter Hamburger Politiker?

Für die bisherigen Staatsräte Wolfgang Schmidt (Außen) und Rolf Bösinger (Wirtschaft), die Scholz zu beamteten Staatssekretären im Bundesfinanzministerium macht, ändert sich wenig: Es bleibt bei rund 150.000 Euro Jahreseinkommen. Anders dagegen bei Niels Annen: Der SPD-Bundestagsabgeordnete aus Eimsbüttel wird zusätzlich Staatsminister im Auswärtigen Amt und kommt mit Grundgehalt, halber Abgeordnetendiät und Kostenpauschale nach Angaben des Bundes der Steuerzahler auf ein Jahreseinkommen von 240.000 Euro – damit wäre er der bestbezahlte Hamburger Politiker.