Hamburg

Polizei und Zoll ziehen am Flughafen unter ein Dach

Jetzt sind alle unter einem Dach: Bundespolizei, Landespolizei und Zoll. Am Mittwoch wurde Einweihung gefeiert

Jetzt sind alle unter einem Dach: Bundespolizei, Landespolizei und Zoll. Am Mittwoch wurde Einweihung gefeiert

Foto: Hamburg Airport / Michael Penner

Am Hamburg Airport teilen sich drei Sicherheitsbehörden ein Gebäude. Für dieses hatten die Planer einen besonderen Namen.

Hamburg.  Die Sicherheitsbehörden am Hamburger Flughafen sitzen jetzt alle unter einem Dach. Bundespolizei, Polizei Hamburg und der Zoll haben ein gemeinsames Dienstgebäude bezogen, das am heutigen Mittwoch nach 15-monatiger Bauzeit eröffnet wurde. Der Hamburger Flughafen hat in den Neubau 20 Millionen Euro investiert. Mehr als 400 Beschäftigte werden dort im Schichtbetrieb arbeiten.

„Die Planer sprachen scherzhaft von Fort Knox“, sagt Polizeidirektor Thomas Seifert, Leiter der Bundespolizeidirektion Flughafen Hamburg. Denn obwohl alle drei Dienststellen jetzt unter einem Dach sitzen, gibt es jede Menge Sicherheitstüren und längst nicht alle Bereiche sind für alle Abteilungen zugänglich.

Pech für Bundespolizei, Glück für Zoll

Der Zoll beispielsweise habe Publikumsverkehr, „zu uns aber geht es nur durch eine Schleuse“, sagt Seifert. Er und seine Kollegen seien am 3. und 4. Februar 2018 innerhalb von 30 Stunden umgezogen, berichtet der 49-Jährige. Wermutstropfen: Weil Haushaltsmittel vom Bund nicht rechtzeitig bewilligt worden seien, bekamen sie nun doch nichts rechtzeitig die neuen Möbel. „Wir haben jetzt einen bunten Mix aus Alt und Neu“, sagt Seifert.

Mehr Glück hatte der Zoll. „Wir haben neue Möbel“, sagt Tilman Lewitz, Leiter des Zollamts. „Nach knapp 60 Jahren am alten Standort wechselt das Zollamt in neue Räumlichkeiten, die den heutigen Ansprüchen an moderne Arbeitsplätze in vollem Umfang gerechet werden.“

"Sicherheit hat oberste Priorität"

Das Gebäude erfüllt nach Angaben von Alexander Laukenmann, Geschäftsführer am Hamburg Airport, zudem höchste Sicherheitsanforderungen – von der Bauweise bis zur Ausstattung. „Am Hamburg Airport hat Sicherheit oberste Priorität. Das enge Zusammenspiel mit allen Behörden und Dienstleistern ist dabei unerlässlich“, sagt Laukenmann. In Hamburg funktioniere diese Zusammenarbeit beispielhaft. Die drei Behörden seien auch von Anfang an intensiv in die Planungen für das neue Gebäude eingebunden gewesen.

Das neue Behördenzentrum liegt auf dem Gelände des alten Frachthofs. Bis 2021 sollen an der Rückseite der Pier Süd sechs neue Flugzeugpositionen entstehen. Der Abriss der bestehenden Gebäude soll im April beginnen.