Wetter

Mild, nass, sonnig und eisiges Finale: Hamburgs Winterbilanz

Hamburg hat die kälteste Nacht seit vier Jahren hinter sich. Andernorts war es noch kälter. Behörde äußert sich zu Alstereisvergnügen.

Hamburg.  Am morgigen Donnerstag startet zwar meteorologisch gesehen der Frühling – aber von den dazu passenden Temperaturen ist der Norden sehr weit entfernt. Stattdessen bestimmen eher arktische Verhältnisse das Wetter in Norddeutschland.

In Hamburg erlebten die Menschen mit minus 12,9 Grad die kälteste Nacht seit vier Jahren. „Ähnlich kalt war es zuletzt am 26. Januar 2014“, sagt Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg. Damals wurden an der Wetterstation in Hamburg-Fuhlsbüttel minus 12,5 Grad gemessen.

Minus 20 Grad in Lübeck

Nach Angaben des Wetterexperten bleibt es auch in den kommenden Tagen frostig. „Kalt und trocken“, so fasst es Heinemann zusammen. Die Hamburger Umweltbehörde hat am Mittwoch erneut davor gewarnt, Eisflächen wie die Alster und ihre Nebengewässer zu betreten. "Trotz der anhaltend tiefen Temperaturen trägt das sich auf den Gewässern möglicherweise gebildete Eis keine Last", teilte die Behörde mit. Die aktuell gemessene Eisstärke der Außenalster betrage nur nur zwei bis drei Zentimeter. "Damit ist auch ein mögliches Alstereisvergnügen derzeit nicht wahrscheinlich", heißt es in der aktuellen Mitteilung.

Absoluter Kältepol im Norden war vergangene Nacht übrigens Lübeck (Schleswig-Holstein). Dort sank das Thermometer auf minus 20 Grad. Eisig kalt war es mit minus 17 Grad auch in Marnitz in Mecklenburg-Vorpommern.

Winterbilanz für Hamburg und Schleswig-Holstein

Mild, nass, sonnig – und ein eisiges Finale: So lässt sich die Winterbilanz für Hamburg und Schleswig-Holstein zusammenfassen, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) aktuell veröffentlicht hat. Demnach lag die Durchschnittstemperatur im Winter 2017/18 in Hamburg bei 2,3 Grad – der langjährige Mittelwert liegt hingegen bei 1,2 Grad. Zwar war es in der Hansestadt in diesem Winter wärmer als sonst, aber dafür auch nasser.

Mit insgesamt rund 215 Litern pro Quadratmeter fiel wesentlich mehr Regen als normalerweise üblich (langjähriger Durchschnittswert 174 Litern pro Quadratmeter). Erfreulich ist, dass Hamburg 160 Sonnenstunden verbuchen konnte. Durchschnittlich scheint sie im Winter nur 134 Stunden.

Ähnlich sieht es in Schleswig-Holstein aus, wo die Wintertemperatur durchschnittlich 2,2 Grad betrug (langjähriges Mittel: 0,9 Grad). Zudem fielen mit knapp 220 l/m² rund 40 Litern pro Quadratmeter Regen mehr als üblich. Die Menschen in Schleswig-Holstein konnten sich über 175 Sonnenstunden freuen. Der langjährige Mittelwert liegt bei 138 Stunden.