Staugefahr

Gleich mehrere neue Baustellen auf Hamburgs Hauptstraßen

Von März an wird an der Bramfelder Chaussee gebaut, rund um Alster und Dammtor wird es eng und auch in Harburg. CDU übt Kritik.

Hamburg. Häufig sind sie mit Sperrungen und Stau verbunden und stellen Autofahrer auf die Geduldsprobe: Baustellen. In Hamburg wird es in Kürze gleich auf mehreren Hauptverkehrsstraßen umfangreiche Bauarbeiten geben, die auch mit Einschränkungen im Verkehr verbunden sind.

So wurde am heutigen Donnerstag durch eine Anfrage der CDU-Fraktion in Hamburg-Nord bekannt, dass es wegen des Neubaus einer Fernwärmeleitung im Bereich der Bramfelder Straße zu Sperrungen kommen soll. Die Baumaßnahmen sollen im März beginnen und im November abgeschlossen sein. Laut der Antwort des Senats sind von den Baumaßnahmen die Pestalozzistraße, Bramfelder Straße, Bramfelder Chaussee und Fabriciusstraße betroffen.

Je Richtung mindestens ein Fahrstreifen befahrbar

Deswegen wird der Straßenzug Bramfelder Straße–Bramfelder Chaussee zwischen Pestalozzistraße und Fabriciusstraße teilweise gesperrt. Wie die zuständige Behörde erklärt, wird je Richtung immer mindestens ein Fahrstreifen freigehalten. Die Fabriciusstraße wird an der Einmündung zur Bramfelder Chaussee während der ganzen Zeit voll gesperrt.

„Die Information über die geplanten Straßensperrungen kommen viel zu spät", kritisiert Martin Fischer, Verkehrsexperte der CDU-Bezirksfraktion und Barmbeker Abgeordneter in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord. "Es sind zwar Hauswurfsendungen geplant, die Maßnahme selbst soll aber im März beginnen. Der steht vor der Tür!" Das Rot-Grüne Baustellenchaos schlage nun auch in Bramfeld und Barmbek zu.

Neue Entwässerungsanlage am Ehestorfer Heuweg

Auch in Harburg wird einen neue Baustelle eröffnet – am Ehestorfer Heuweg, eine Straße, die aus der Stadt in Richtung Neugraben und Hausbruch führt und im Berufsverkehr relativ stark befahren ist.

Dort soll 2019 eine neue Entwässerungsanlage gebaut werden. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen aber schon jetzt. Nach den Baumfällarbeiten im Januar folgen Anfang März Kanalbau- und Leitungsarbeiten. Die Straßengräben zwischen Madergrund und Schanzengrund werden bis Ende Mai durch Staukanäle ersetzt. Gleichzeitig werden Wasser-, Telefon- und Stromleitungen neu verlegt.

Wie der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) am Donnerstag mitteilte, wird es Einschränkungen des Verkehrs zwischen Cuxhavener Straße und der Straße Beim Bergwerk geben, voraussichtlich von Anfang März bis Ende Mai 2018. Der Ehestorfer Heuweg wird teilweise halbseitig gesperrt. Der Verkehr soll aber trotzdem in beiden Richtungen fließen können.

Halten Sie die Instandsetzungsarbeiten an Hamburgs Straßen für gut koordiniert?

Mehrere Baustellen in der Hamburger Innenstadt

Auch in der Hamburger Innenstadt gibt es neue Baustellen. Erneut zur Mega-Baustelle wird der Dammtorbahnhof – los geht es bereits am 26. Februar. Dabei geht es um den Ausbau der Bushaltestelle, den Umbau von Rad- und Fußgängerwegen und die Umgestaltung von Nebenflächen. Die Baumaßnahmen sollen bis September 2018 dauern.

Von Mai an soll die Lombardsbrücke saniert werden, also die Fassade der Brücke, die Treppen und die Böschung. Dazu werden schon jetzt Büsche und Bäume gerodet. Der Straßenverkehr sei davon nicht betroffen, so die Behörde, allerdings werde der Fußgängertunnel kurzzeitig gesperrt.

Gleichzeitig wird Hamburg Wasser von Montag an eine Baustelle an der Hamburger Straße (Ecke Wagnerstraße) einrichten. Hierzu wird in beide Richtungen je eine Spur bis zum 1. Juni gesperrt. Dadurch dürfte es zu weiteren Beeinträchtigungen im Verkehr rund um die Alster kommen. Hamburg Wasser weist darauf hin, dass auch Abbiegemöglichkeiten entfallen können. Die Bushaltestelle Hamburger Straße wird verlegt.

Susanne Meinecke, Sprecherin der Wirtschaftsbehörde, sagte dazu: "Die Bauplanung gilt immer für ein Jahr im Voraus. Die geplanten Maßnahmen sind aufeinander abgestimmt. Uns steht jedoch nur eine Zeit von März bis Oktober/November zur Verfügung. In dieser Zeit wollen wir so viel wie möglich in Ordnung bringen. Wir geben uns Mühe, die Verkehrsteilnehmer nicht zu sehr zu belasten, aber so bauen, dass es keiner sieht, können wir nicht."