Katholische Schulen

Budni-Chef echauffiert sich über Kirche und begrüßt Austritt

Gabriele und Cord Wöhlke beim Abendblatt-Neujahrsempfang

Gabriele und Cord Wöhlke beim Abendblatt-Neujahrsempfang

Foto: Juergen Joost

Cord Wöhlkes Frau und seine Kinder wollen katholische Kirche verlassen, sollte diese sich weiter aus der Bildung zurückziehen.

Hamburg. Budnikowsky-Chef Cord Wöhlke hat bekräftigt, dass seine Frau und seine drei erwachsenen Kinder aus der katholischen Kirche austreten, wenn diese sich weiter aus dem Bildungsbereich zurückziehe. Er selbst ist Mitglied in der evangelischen Kirche. „Da gibt es keinen Anlass für einen Austritt.“ Die Ankündigung des Erzbistums, bis zu acht katholische Schulen in Hamburg zu schließen, habe seine Frau und ihn sehr aufgeregt, sagt Wöhlke.

„Uns ist die Vermittlung von Werten sehr wichtig. Dabei spielen Schulen eine wichtige Rolle. Zudem bin ich ein Verfechter von unterschiedlichen Schulträgern. Wenn nun acht katholische Schulen geschlossen werden, geht das zulasten der Vielfalt.“ Er frage sich auch, ob das Erzbistum wirklich alle Möglichkeiten zur Finanzierung der nötigen Sanierungen ausgeschöpft habe.

„Es kann doch nicht sein, dass man einfach diese Schulen schließt und keine Alternativen anbietet.“ Die Kommunikation des Erzbistums zu den geplanten Einschnitten sei merkwürdig, so Wöhlke. „Der ganze Prozess ist doch etwas unglücklich gelaufen.“ Die Ankündigung, dass seine Familie womöglich aus der katholischen Kirche austrete, verstehe er als Signal, sagt Wöhlke: „Es geht uns darum, die betroffenen Kinder und Eltern zu unterstützen.“ Er hoffe, das Erzbistum mache seine Entscheidung rückgängig.