Hamburg

Fahrgäste entwaffnen Messer-Angreifer in S-Bahn

Am Bahnhof Neuwiedenthal schlug ein 47-Jähriger einem Mann ins Gesicht. Der Vorfall sorgte für Verspätungen im S-Bahnverkehr.

Hamburg. Ein 47-jähriger Mann hat am S-Bahnhof Neuwiedenthal einen 24-Jährigen offensichtlich grundlos mit einem Messer und Fäusten attackiert. Das Opfer erlitt bei dem Angriff am Donnerstag eine Gesichtsverletzung und wurde im Krankenhaus behandelt, wie die Bundespolizei mitteilte.

24-Jähriger flüchtet in S-Bahn

Nach Angaben von Zeugen schrie der 47-Jährige am Bahnsteig erst herum und behauptete, dass sein Fahrrad gestohlen worden sei. Unvermittelt sei er dann den jungen Passanten angegangen, der in eine abfahrbereite S-Bahn flüchtete, teilte die Bundespolizei mit.

Dort wurde der 24-Jährige von dem Angreifer mit Faustschlägen ins Gesicht attackiert und unter Vorhalt eines Messers auf einen Sitz gedrückt. Andere Fahrgäste hätten den Mann dann entwaffnet, die Notbremse gezogen und die Bundespolizei alarmiert. Die Beamten nahmen den 47-Jährigen vorläufig fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,7 Promille.

Erhebliche Verspätungen im S-Bahnverkehr

Der Vorfall sorgte bis zum Abend für erhebliche Beeinträchtigungen im S-Bahnverkehr – und das, nachdem sich dieser gerade erst nach einem Unfall am Hauptbahnhof wieder eingependelt hatte.

Gegen 14 Uhr war ein Mann vor dem Bahnhofsgebäude von einer Brücke ins Gleisbett gestürzt. Damit Feuerwehr und Rettungshelfer den Verletzten bergen konnten, musste der Bahnverkehr unterbrochen werden. Betroffen waren Linien wie die S1, S21 und S3.

Bereits im morgendlichen Berufsverkehr hatte eine Signalstörung in Hammerbrook zu erheblichen Behinderungen geführt: Die S31 nach Harburg fiel am Vormittag zeitweise aus, sie fuhr nur zwischen Altona und Berliner Tor/Hasselbrook. Etliche weitere Züge der S3 fuhren mit Verspätungen von bis zu einer halben Stunde.