Deutsche Post

Postbank verärgert Kunden mit Schließung weiterer Filiale

Wird zum Jahresende geschlossen: Die Postbankfiliale an der Detlev-Bremer-Straße

Wird zum Jahresende geschlossen: Die Postbankfiliale an der Detlev-Bremer-Straße

Foto: Mira Frenzel

Standort Detlev-Bremer Straße Ende Dezember zu. Von Zusammenlegung mit Filiale Heußweg ist die Rede.

Hamburg.  Ärger um die Schließung einer weiteren Postbankfiliale. Die Post an der Detlev-Bremer-Straße wird nach dem 30. Dezember nicht wieder öffnen. Stattdessen können Kunden schon seit dem 13. Dezember in die neue Postfiliale im „Getränkemarkt-Kiosk-Coffeeshop“ an der Reeperbahn 83 gehen.

Das sorgt für Empörung im Stadtteil. Götz Barner, der seit 30 Jahren auf St. Pauli lebt: „Hiermit wird nun weiter ein Stadtteil entleert.“ Die Post an der Detlev-Bremer-Straße sei ein sozialer Treffpunkt gewesen. „Dass dieser einfach wegfällt, ärgert mich tierisch.“

Neuer Standort zu klein

Für ihn ist die Post auch ein sozialer Dienstleister, der seinem Auftrag mit den neuen kleinen Standorten nicht erfüllen könne. „Wo sollen die alten Leute denn ihr Geld abholen?“ Die neue Postfiliale an der Reeperbahn, findet Götz Barner, sei viel zu klein. Die Postbank spricht in diesem Fall von einer "Zusammenlegung", obwohl die betreffende andere Filiale in Eimsbüttel (Heußweg 41b) und damit gut zwei Kilometer Luftlinie entfernt liegt. "Das bedeutet, dass die Postbank Kunden der Filiale in der Detlev-Bremer-Straße zukünftig von den Beratern im Heußweg betreut werden", so Postbank-Sprecher Ralf Palm.

In einer Mitteilung der Deutschen Post heißt es: „Bereits seit über 20 Jahren bewähren sich die Postfilialen im lokalen Einzelhandel und bieten den Postkunden zusätzlich Dienstleistungen rund um Brief und Paket an.“ Über 13.000 Partner bundesweit betreiben demnach in ihren Geschäften erfolgreich eine Postfiliale.

Nicht die einzige Schließung

Kunden können an der Reeperbahn 83 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr den Service der Deutschen Post nutzen. Am neuen Standort gibt es Brief- und Paketmarken, Einschreibemarken, Plusbriefe und Packsets. Auch die Annahme von Brief-, Paket- und Expresssendungen, Auskünfte zu Produkten und Services, Leistungen der Postbank sowie Portoermittlungen oder Telefonbuchausgaben seien möglich. Auch die Postfachanlage, die bisher in der Postbankfiliale in der Detlev-Bremer-Straße zu finden war, werde an den neuen Standort umziehen.

Auf St. Pauli stünden den Kunden der Postbank der Geldautomat der Commerzbank, Reeperbahn 148 und die Shell-Station, Königstraße 22, zur kostenfreien Bargeldversorgung zur Verfügung

Es ist nicht die einzige Schließung oder Zusammenlegung von Postbankfilialen in Hamburg in diesem Jahr: Die Filialen Volksdorfer Straße 5 und Hamburger Straße 19-47 (im Einkaufszentrum Hamburger Meile) in Barmbek wurden im November zusammengelegt an den neuen Standort an der Hamburger Straße 200. Die bisherige Filiale am Alten Wall in der Innenstadt hatte am 13. November ein letztes Mal geöffnet. Dafür übernimmt eine neue Filiale am Valentinskamp 88 die Aufgaben.