Buchhandel

Was die Miniatur-Wunderland-Chefs gegen Amazon haben

Die „Miniatur-Wunderland-Gründer Frederik (r.) und Gerrit Braun hinter der Nachbildung des Kolosseums

Die „Miniatur-Wunderland-Gründer Frederik (r.) und Gerrit Braun hinter der Nachbildung des Kolosseums

Foto: Daniel Reinhardt / picture alliance / dpa

Die Braun-Zwillinge haben ein Buch über ihr Leben und ihre Modelleisenbahnanlage geschrieben – und appellieren ans Gewissen der Leser.

Hamburg.  Die Werbung für ihr neues Buch verknüpfen die Macher der Modelleisenbahnanlage Miniatur-Wunderland, Frederik und Gerrit Braun, mit einer Aktion zugunsten der Buchhandlungen. „Wir bitten Sie inständig, das Buch nicht bei Amazon & Co zu bestellen. Und auch nicht bei uns im Onlineshop!“, teilten die beiden am Freitag mit. Stattdessen sollten die Kunden besser „in einen liebevollen Buchladen ‘um die Ecke’“ gehen. Als Dankeschön würden sie alle Exemplare, die per Vorbestellung bis zum Erscheinungstermin am 17. November in Buchhandlungen gehen, von Hand signieren.

"Durch unsere Veränderung in die virtuelle Welt droht der Buchhandel um die Ecke zu sterben. Das wäre fürchterlich", heißt es in dem Appell. Die Läden seien Familienbetriebe aus der Nachbarschaft und keine Großkonzerne aus Amerika, die es überhaupt nicht interessiere, ob sie hier Steuern zahlen, und denen 1000 Mitarbeiter weniger wichtig seien als ein Cent ihrer Dividende.

Die Braun-Zwillinge werden am 21. Dezember 50 Jahre alt und haben ein Buch über ihr Leben und die Entstehung des Miniatur-Wunderlandes geschrieben.

Das 240 Seiten starke Buch heißt "Kleine Welt, großer Traum", und ist im Atlantik Verlag erschienen.

Kaufen (oder bestellen) kann man es unter anderem bei der Hamburger Buchhandlung Stories.