Heimfeld

Unsichtbare Gefahr: Frau stirbt an Kohlenmonoxid-Vergiftung

Der tragische Tod durch defekten Boiler hätte verhindert werden können. Dringender Hinweis der Feuerwehr: CO-Warnmelder installieren.

Hamburg.  Es ist unsichtbar, geruch- und geschmacklos – und kann schon nach wenigen Minuten zum Tod führen: Kohlenmonoxid. Jedes Jahr sterben in Deutschland mehrere Hundert Menschen an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Erst vor wenigen Tagen kam eine Frau in Heimfeld bei einem Kohlenmonoxid-Unfall in ihrer Wohnung ums Leben.

Tragisch ist, dass ihr Tod verhindert hätte werden können. Denn während alle anderen Bewohner des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses an der Hugo-Klemm-Straße einen sogenannten CO-Warnmelder in ihren Wohnungen installiert haben, gab es bei dem Unfallopfer keinen solchen CO-Melder. Dieser warnt rechtzeitig vor austretendem Kohlenmonoxid und schützt vor dieser unsichtbaren Gefahr.

Ursache war eine defekte Warmwassertherme

Im ersten Stock des Wohnhauses waren Bewohner durch CO-Warnmelder alarmiert worden, die sofort den Notruf 112 wählten. Die Einsatzkräfte mussten die Wohnung im zweiten Stock aufbrechen und stellten dort stark überhöhte CO-Werte fest. „Ursache war eine defekte Warmwassertherme“, sagt Feuerwehrsprecher Werner Nölken. Die Bewohnerin sei nicht mehr ansprechbar gewesen und sofort reanimiert worden – jedoch ohne Erfolg.

Die Nachbarn der Frau wurden von einem Notarzt untersucht. Sie waren jedoch unversehrt.

Feuerwehr: „Rauchwarnmelder und CO-Melder retten Leben“

„An diesem Einsatz lässt sich sehr gut aufzeigen, wie sinnvoll und wichtig der Einbau von CO-Warnmeldern insbesondere in den Wohnbereichen ist, wo Gasthermen zur Erwärmung des Wassers oder als Heizung installiert sind“, sagt Werner Nölken. In der Wohnung der verstorbenen Frau war kein CO-Warnmelder installiert. Die Bewohnerin konnte so nicht vor dem heimtückischen Kohlenmonoxid gewarnt werden. „Dies hätte durch den Einbau von CO-Warnmeldern in der Wohnung verhindert werden können, wie man an den Personen in den Nachbarwohnungen feststellen konnte.“

Die Feuerwehr weist dringend darauf hin, dass in Wohnungen mit entsprechenden Heizgeräten oder Durchlauferhitzern CO-Warnmelder installiert werden. Der zuständige Schornsteinfeger kann Fragen dazu beantworten. „Fragen werden selbstverständlich auch von uns gerne beantwortet“, teilte die Feuerwehr am Freitag mit. „Rauchwarnmelder und CO-Melder retten Leben.“