Hamburg/Kiel. Polizeigewerkschaft erklärt das Phänomen mit hohen Lebenshaltungskosten. Auch in Schleswig-Holstein arbeiten viele Beamte nebenbei.

Etwa jeder fünfte der mehr als 7800 Hamburger Polizeibeamten geht nach Dienstschluss noch einer anderen Beschäftigung nach. Sie arbeiten im Dienstleistungsbereich, in gewerblichen Unternehmen oder ehrenamtlich etwa als Sporttrainer. So gibt der Senat die Zahl der Beamten mit Nebentätigkeit mit knapp 1500 an. Im Vorjahr waren es sogar 1660. Aktuellere Zahlen sind nicht verfügbar, wie Innenbehörde und Polizei mitteilten. Das Spektrum der Berufe ist sehr breit: Neben den üblichen Bürotätigkeiten gibt es Polizisten, die nebenbei als Arzt, Dozent, Dolmetscher, Makler, Hausmeister, Künstler oder Schriftsteller arbeiten. Die Beamten mit Zweitjob gehören meist zum unteren oder mittleren Dienst.