Jeans Projekt

Letzter großer Jeansladen in Hamburger Innenstadt schließt

Der Räumungsverkauf bei Jeans Projekt endet am 31. Dezember

Der Räumungsverkauf bei Jeans Projekt endet am 31. Dezember

Foto: Melanie Wassink / HA

Prominente wie Til Schweiger, Nina Petri oder Cosma Shiva Hagen schauten bei den Denim-Experten am Ida-Ehre-Platz vorbei.

Hamburg.  An den Schaufenster von Jeans Projekt am Ida-Ehre-Platz hängen seit einigen Tagen grellgelbe Räumungsverkaufsschilder und versprechen saftige Rabatte. „Wir müssen unseren Laden nach 23 Jahren leider schließen“, sagt Geschäftsführer Robin Knippen. Bis zum 31. Dezember müssen die Regale leer sein. Dann wird es in der Hamburger Innenstadt keinen klassischen Jeansladen mehr geben.

Verkaufsfläche von knapp 500 Quadratmetern

Denim-Hosen werden an dem Standort schon seit den 1970er-Jahren verkauft. 1994 eröffnete Jeans Projekt, ein Unternehmen der Familienfirma Knippen (Immobilien). Die meterhohen Regale, in der sich Tausende Hosen der gängigen Marken in allen Größen und Längen stapeln, wurden zum Markenzeichen des Shops auf einer Verkaufsfläche von knapp 500 Quadratmetern. Selbstbedienung? Eher schwierig. „Unser Konzept lautet: Markenprodukte mit viel Service“, so Geschäftsführer Knippen. Prominente wie Til Schweiger, Nina Petri oder Cosma Shiva Hagen schauten bei den Denim-Experten vorbei. „Wir hatten sehr gute Jahre“, sagt Knippen. Aber zuletzt habe das Geschäft nachgelassen.

Zunehmende Konkurrenz durch Onlinehandel

Gründe sieht er einerseits in der zunehmenden Konkurrenz bei den großen Modehändlern und durch den Onlinehandel. Zudem seien Jeans-Hersteller wie Levi’s oder Diesel inzwischen mit eigenen Läden in der Hamburger City vertreten und zögen Kunden ab. „Wir haben überlegt, ob wir umbauen können“, so der Chef des Familienunternehmens. Aber für hohe Investitionen sei die Laufzeit des Mietvertrags zu kurz gewesen, eine Verlängerung nicht möglich. Besitzer des Gebäudes ist die Hamburger Hochbahn, deren Schalterhalle ursprünglich auf der Fläche war. „Wir haben lange um eine Lösung gekämpft“, sagt Knippen. Letztlich blieb nur die Schließung. 20 teilweise langjährige Beschäftigte verlieren ihren Job.