Hamburger City

So kam es zum Wasserrohrbruch, der U-Bahn-Betrieb lahmlegte

U1 konnte in der Innenstadt für zwei Stunden nicht mehr fahren. Bahnhof Steinstraße wurde evakuiert, der Strom abgestellt.

Hamburg.  Schon wieder Probleme im Hamburger Nahverkehr: Wegen eines Wasserrohrbruchs vorm Eingang des U-Bahnhofs Steinstraße (Cityhof) standen die U-Bahnen der Linie U1 für rund zwei Stunden teilweise still. Der Betrieb der U1 wurde zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof Süd und Jungfernstieg zeitweise eingestellt.

Zu dem Rohrbruch kam es, weil eine Trinkwasserleitung bei Bauarbeiten im Umfeld des Bezirksamtes Hamburg-Mitte durch Fremdverschulden beschädigt wurde. Dadurch war auch die Trinkwasserversorgung des Bezirksamts zwischenzeitlich unterbrochen.

Um 13.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. "Ein Bagger hat bei Tiefbauarbeiten eine Hochdruckleitung beschädigt", sagte ein Feuerwehrsprecher. Es seien ein Wassereinbruch im U-Bahnhof Steinstraße und riesige Mengen Wasser gemeldet worden. Nach Angaben der Feuerwehr wurde das Wasser um 13.45 Uhr abgestellt. "Um den Schaden zu begrenzen", so ein Sprecher. Zudem wurde der U-Bahnhof evakuiert und der Strom abgestellt. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute im Einsatz.

Nach zwei Stunden konnte die U1 wieder fahren

Gegen 15.30 Uhr konnte der U-Bahn-Betrieb der U1 in der City wieder aufgenommen werden. "Das Wasserleck in der Nähe der U1-Haltestelle Steinstraße konnte gestoppt werden. Schäden an der Haltestelle liegen nicht vor und wir nehmen den Betrieb auch zwischen den Haltestellen Jungfernstieg und Hauptbahnhof Süd wieder auf", teilte die Hochbahn am Nachmittag mit. Nur ein Zugang der Haltestelle Steinstraße muss noch gesäubert werden und wird dann auch wieder geöffnet.

Betroffen von dem Wasserrohrbruch sind auch Räume des Kunstvereins Hamburg. Dort mussten Kunstwerke aus dem Keller in Sicherheit gebracht werden. Hamburg Wasser hat bereits mit der Reparatur der beschädigten Leitung begonnen. Wie lange die Arbeiten insgesamt dauern werden, ist noch unklar.

( coe/nib )

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