St. Pauli

Pinkfarbene Papierkörbe für den Hamburger Kiez

So sollen die neuen Abfalleimer auf der
Reeperbahn aussehen

So sollen die neuen Abfalleimer auf der Reeperbahn aussehen

Foto: elbgraphen GmbH

Mithilfe des Designs soll der Abfall auf und nahe der Reeperbahn reduziert werden. Bis zu sieben Tonnen Müll fallen dort täglich an.

Hamburg.  Erst ein YouTube-Film mit Wänden, die „zurückpinkeln“, jetzt ein neues Papierkorb-Design – das BID Reeperbahn und die Stadtreinigung gehen kreativ gegen das Schmuddel-Image des Kiezes vor. „Your pleasure, our home!“ heißt die Kampagne. Deren aktuelles Projekt: die Papierkörbe bekommen eine neue Farbe und Motive, die die Passanten dazu animieren sollen, ihren Müll nicht mehr auf die Straße zu schmeißen.

Am morgigen Freitag wird die Stadtreinigung 15 alte Papierkörbe im Business Improvement District (einem Zusammenschluss von Gewerbetreibenden zur Aufwertung ihres Viertels) austauschen. Während sie die Behältnisse stellt, übernehmen die Grundeigentümer des BID die Kosten für die Gestaltung und das Aufstellen.

Auffällige Körbe werden besser genutzt

Die neuen Papierkörbe fallen durch ihre knallige Grundfarbe Magenta – ein dunkles Pink – besonders auf. Hingucker sind außerdem sechs verschiedene Motive der BID-Maskottchen Lümmel und Lotte, die die Kiezbesucher in lockerer Weise auf die neuen Müllbehälter aufmerksam machen sollen. Bei ihnen handelt es sich um Solarpapier­körbe, die zudem mit Pfandregalen ausgestattet sind. „Durch ihren Pressmechanismus sind sie echte Müllschlucker“, sagt Umweltstaatsrat Michael Pollmann. Fünf der neuen Behälter sind speziell für die Sammlung von Flaschen vorgesehen.

Die Idee zur Umgestaltung kam nicht von ungefähr. „Studien zeigen: Je auffälliger Müllbehältnisse sind, desto mehr werden sie genutzt“, so Quartiersmanagerin Julia Staron. Auf der Reeperbahn und den angrenzenden Straßen fallen täglich drei bis sieben Tonnen Müll an, die die Stadtreinigung in zwei Reinigungsgängen zusammenfegt. Um die Pflege der neuen Papierkörbe werden sich BID und Stadtreinigung gemeinsam kümmern.