Steilshoop

Nach Unfall mit Kleinkind: Radfahrer stellt sich der Polizei

Der unbekannte Radfahrer flüchtete vom Unfallort, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern (Symbolbild)

Der unbekannte Radfahrer flüchtete vom Unfallort, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern (Symbolbild)

Foto: Markus Scholz / dpa

Der Radler hatte am Sonnabend einen Dreijährigen überfahren und war dann geflüchtet. Nun scheint der Fall geklärt.

Hamburg. Das schlechte Gewissen drückte zu sehr: Der Mann, der am Sonnabend mit seinem Fahrrad einen Dreijährigen in Steilshoop überfahren haben soll und dann geflüchtet war, hat sich am Sonntagabend der Polizei gestellt. Den Angaben zufolge hat sich der Unfallfahrer gegen 17 Uhr im Polizeikommissariat 36 gemeldet.

Laut Polizei handelt es sich um einen 45-jährigen Deutschen. Er muss sich nun wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und der Verletzung des Dreijährigen verantworten.

Zeugenaussagen zufolge warteten der dreijährige Junge und seine Mutter am Sonnabend gegen 19 Uhr an der Steilshooper Straße auf den Bus. Während das Kind auf dem Gehweg stand, hielt sich die Mutter in dem Haltestellenüberstand auf. Der bislang unbekannte Fahrradfahrer war auf dem Gehweg in Richtung Steilshooper Allee unterwegs. Bereits aus der Entfernung schimpfte er offenbar in Richtung der Passanten an der Bushaltestelle.

Junge erlitt Prellungen am Kopf

Obwohl auf dem Bürgersteig genug Platz gewesen sein soll, wich der Fahrradfahrer nicht aus und prallte gegen den Dreijährigen. Das Kind stürzte zu Boden und wurde von dem Mann überfahren. Dieser kümmerte sich jedoch nicht darum und setzte seinen Weg ohne anzuhalten fort.

Die Fahndung nach dem Radfahrer mit drei Funkstreifenwagen blieb zunächst erfolglos. Der kleine Junge wurde leicht verletzt. „Er erlitt Hautabschürfungen und Prellungen im Bereich des Kopfes und der Arme und wurde zur Behandlung der Verletzungen mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert“, sagte ein Polizeisprecher.

Die weiteren Ermittlungen der zuständigen Unfallermittler (VD 32) dauern an.

( nib )

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