Hamburg

Jetskis, Panzer, Drohnen – Millionen Euro für Terrorabwehr

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"Survivor" heißt das neue Einsatzfahrzeug der Hamburger Polizei

"Survivor" heißt das neue Einsatzfahrzeug der Hamburger Polizei

Foto: Christian Charisius / dpa

Vor dem G20-Gipfel baut der Hamburger Senat das Sicherheitspaket stark aus. Bund wird sich an den Kosten beteiligen.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) will nach einem Medienbericht die Sicherheitsbehörden der Hansestadt für die Terrorabwehr professioneller ausstatten. Investitionen von rund 30 Millionen Euro sehe ein internes Papier für die „Erhöhung der Inneren Sicherheit“ vor, hieß es.

Dazu gehöre etwa die Anschaffung von Jetskis, Panzerwagen, Streifenfahrzeugen und Drohnentechnik für die Luftüberwachung. Zudem werde eine bessere Ausstattung der Feuerwehr und ein zusätzliches Lagezentrum erwogen. 2,1 Millionen Euro sind allein für Schutzmaßnahmen an der Wasserlinie von Elbe und Alster notwendig. Ein Sprecher der Innenbehörde wollte den Medienbericht nicht kommentieren.

Scholz: Gipfel sei "eine Ehre für Hamburg"

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz verteidigte unterdessen die Austragung des G20-Gipfels Anfang Juli in Hamburg. Es sei richtig, dass die Regierungschefs miteinander reden – auch weil nicht überall in der Welt die demokratischen Prinzipien in der Politik und Wirtschaft eine Rolle spielen würden. Und es sei eine Ehre für Hamburg, dass der Gipfel hier stattfinden werde, sagte der SPD-Politiker auf dem Hamburger Landesparteitag am Sonnabend.

Der G20-Gipfel 2017 findet am Freitag, 7. Juli 2017, und Sonnabend, 8. Juli 2017, in Hamburg statt – auf dem Gelände der Hamburg Messe. Im Hamburger Senat heißt es, dass die Höhe der tatsächlichen Kosten des G20-Gipfels noch nicht feststeht. Viele Kosten trägt der Bund als Veranstalter des Gipfeltreffens selbst, so zum Beispiel Unterbringung, Verpflegung und Transport der internationalen Gäste. Außerdem wird sich der Bund an den Kosten Hamburgs beteiligen, so wie er dies zuletzt auch schon bei den G7/G8-Gipfeln in Schloss Elmau und Heiligendamm getan hat. Dabei handelt es sich um die Kosten, die entstehen, um die Sicherheit der internationalen Gäste zu gewährleisten, teilte der Senat mit.

( dpa/esh/os )

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