Kriminalität

10.501 Straftaten an „gefährlichen Orten“ in Hamburg

 In St. Georg kommt es immer wieder zu Gewaltdelikten (Archiv)

In St. Georg kommt es immer wieder zu Gewaltdelikten (Archiv)

Foto: Michael Arning / HA

An den "gefährlichen Orten" sind Überprüfungen von Personen leichter durchzuführen. Sie liegen in St. Georg und auf St. Pauli.

Hamburg.  Seit dem 21. Dezember vergangenen Jahres gibt es in Hamburg vier von der Polizei als „gefährliche Orte“ definierte Bereiche, in denen Überprüfungen von Personen leichter durchzuführen sind. Alle liegen in St. Georg und auf St. Pauli. Drei davon beziehen sich auf Drogenkriminalität, einer auf Gewaltkriminalität. In St. Georg grenzen die beiden „gefährlichen Orte“ direkt aneinander.

Bis Ende März hat die Hamburger Polizei seit Einstufung als „gefährlicher Ort“ in den Bereichen 6653 Identitäten von Personen festgestellt. Dazu wurden 662 Platzverweise und 3315 Aufenthaltsverbote ausgesprochen. 277 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Bürgerschaftsabgeordneten Christiana Schneider (Die Linke) hervor.

Bereiche regelmäßig neu bewertet

Im selben Zeitraum registrierte die Polizei in den als „gefährliche Orte“ definierten Bereichen 10.501 Straftaten. 1823 der Taten gehören zu den Delikten, die die Einstufung als „gefährlicher Ort“ im Sinne von Drogen- oder Gewaltkriminalität begründen. Laut Senat bewertet die Polizei die Situation monatlich neu und entscheidet dann, ob die Bereiche weiterhin als „gefährlicher Ort“ eingestuft bleiben.