Fuhlsbüttel

Norwegian denkt über Flüge von Hamburg in die USA nach

Vom Airport Hamburg aus gibt es bislang wenige Verbindungen auf der Langstrecke. Die Fluggesellschaft Norwegian will dies ändern.

Hamburg.  Das Angebot an Langstreckenverbindungen vom Hamburger Flughafen aus ist dünn. Emirates fliegt zweimal täglich nach Dubai. Und United Airlines will vom 5. Mai an nach einer viermonatigen Winterpause wieder täglich nach Newark (USA) starten. Sein generelles Interesse an Strecken über größere Distanzen ab Fuhlsbüttel äußerte jetzt Norwegian-Chef Bjørn Kjos.

Der größte deutsche Flughafen Frankfurt am Main sei eine Option als Langstreckenbasis und ein guter Markt, sagte Kjos dem Internetportal Aerotelegraph und fügte unmittelbar an: „Und dann gibt es noch andere Bereiche mit riesigen Einzugsgebieten. Zum Beispiel Hamburg.“

Chancen auf der Langstrecke

Die Hansestadt verfüge über zahlungskräftige Kunden und sei eine Region mit Millionen Passagieren. Deutschland gelte als attraktives Reiseziel, gerade bei Amerikanern. „Ich finde, es gibt viel zu wenige Direktflüge, die zum Beispiel die USA mit Hamburg, Hannover, Bremen verbinden“, sagte der Gründer der Billigfluglinie: „Ich will bei dem Markt mit dabei sein.“

Norwegian fliegt bisher vom Helmut-Schmidt-Flughafen nach Oslo und in mehrere spanische Städte. Viel Potenzial sieht die Airline künftig auf der Langstrecke, bei der sie auch mit Konkurrenten wie Ryanair kooperieren will. Neben 112 Boeing-737-Maschinen für die Kurz- und Mitteldistanz gehören zur Flotte auch 13 Dreamliner für große Distanzen. Insgesamt geordert wurden 32 Stück von diesem Langstreckenflugzeug mit Platz für rund 300 Passagiere.

Lobend äußerte sich der studierte Jurist und frühere Kampfjet-Pilot auch über ein neues Flugzeug von Airbus. Vom A321neo LR, der 2019 erstmals ausgeliefert werden soll, bestellten die Norweger 30 Exemplare. „Wir sind sehr überzeugt, dass der A321neo LR ein tolles Flugzeug für uns ist.“

( woh )

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