Hamburg

Trauerbeflaggung am Rathaus für Opfer von St. Petersburg

Bürgermeister Olaf Scholz drückt den Einwohnern der Partnerstadt sein Mitgefühl aus – und lädt sie in die Elbphilharmonie ein.

Hamburg. Aus Solidarität mit der Partnerstadt St. Petersburg hat Hamburgs Senat am Rathaus Trauerbeflaggung angeordnet. Für Mittwoch und Donnerstag seien die Staats- und die Europaflagge mit Trauerflor versehen worden, um Hamburgs Anteilnahme mit den Opfern und ihren Familien auszudrücken, teilte der Senat mit. Zudem drückte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) in einem Kondolenzschreiben an den Gouverneur von St. Petersburg, Georgi Sergejewitsch Poltawtschenko, das tiefe Mitgefühl im Namen Hamburgs aus. Bei dem Anschlag in einer St. Petersburger U-Bahn waren am Montag mindestens 14 Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden.

Scholz und Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit sind am Morgen nach St. Petersburg aufgebrochen. Eigentlicher Anlass ist die Eröffnung der „14. Deutsche Woche“ zum 60-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen den beiden Metropolen.

Bürgermeister Scholz besucht Partnerstadt St. Petersburg
Bürgermeister Scholz besucht Partnerstadt St. Petersburg
Video: Hamburger Abendblatt

Auf dem XVII. Internationalen Forum „Ecology Of Big City“, einer Messe für die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und -technologien, eröffnet der Bürgermeister im Rahmen der Deutschen Woche die Ausstellung „Grüne, gerechte, wachsende Stadt am Wasser – Perspektiven der Stadtentwicklung für Hamburg“. Das Jahr 2017 wurde in Russland offiziell der Umwelt gewidmet.

Scholz stellt Elbphilharmonie vor

In der berühmten Eremitage will Scholz zudem das neue Hamburger Wahrzeichen, die Elbphilharmonie, als interaktives Modell den Bürgerinnen und Bürgern St. Petersburgs vorstellen. "Die Elbphilharmonie ist eine Einladung an die Welt, nach Hamburg zu kommen. Heute ist die Elbphilharmonie selbst zu Gast in der prächtigen Eremitage. Und das ist eine ganz ungewöhnliche Ehre für uns", sagte Scholz.

Veit hatte bereits angekündigt, die Reise auch dafür zu nutzen, dem Vorsitzenden der Gesetzgebenden Versammlung, Wjatscheslaw Makarow, die Anteilnahme der Bürgerschaft persönlich zu übermitteln. „Mit der 'Deutschen Woche' zeigen wir, dass Hamburg und St. Petersburg als Freunde beisammenstehen. Dies gilt in Zeiten politischer Meinungsverschiedenheiten und noch mehr nach dem Anschlag auf Bürgerinnen und Bürger unserer Partnerstadt“, sagte Veit. Während sie am frühen Sonntagmorgen zurückfliegt, reist Scholz bereits am Donnerstag wieder ab.