Teure Hilfe

Berlin engagiert Hamburger Flüchtlingsexperten

Der frühere Geschäftsführer des Landesbetriebs Fördern & Wohnen, Rembert Vaerst

Der frühere Geschäftsführer des Landesbetriebs Fördern & Wohnen, Rembert Vaerst

Foto: dpa

Ex-Chef von "Fördern & Wohnen" soll für 15.000 Euro im Monat "Aufbauarbeit" leisten. Der regierende Bürgermeister verdient weniger.

Hamburg.  Der Berliner Senat holt sich für den Aufbau eines neuen Landesunternehmens zur Unterbringung von Flüchtlingen Hilfe aus Hamburg. Unter Leitung des langjährigen Chefs des Hamburger Eigenbetriebs "Fördern & Wohnen", Rembert Vaerst, der in der Hansestadt rund 20.000 Flüchtlinge betreut, sollen in Berlin zunächst drei landeseigene Unterkünfte für insgesamt 600 Flüchtlinge betrieben werden, wie Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) am Dienstag bekanntgab. Neben Vaerst sollen nach Wunsch des Senats 30 weitere Mitarbeiter von "Fördern & Wohnen" für ein halbes Jahr Aufbauarbeit in Berlin leisten.

Der Berliner Senat hatte am Dienstag eine entsprechende Vorlage von Finanzsenator Kollatz-Ahnen und Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) verabschiedet. Für seine Engagement in Berlin soll Vaerst, der zum Jahresende 2016 in Hamburg aus dem Amt schied, monatlich 15.000 Euro Gehalt bekommen. Damit verdient er 1000 Euro mehr als der Regierende Bürgermeister.

Die Aufgabe sei eine "begrenzte Mission"

Das Ganze sei eine "begrenzte Mission" und werde nur sechs Monate, maximal ein Jahr dauern, sagte Kollatz-Ahnen zur Begründung. Das Projekt solle gelingen und Vaerst und seine Mitarbeiter brächten entsprechende Erfahrungen mit. "Er verfügt über eine besondere Expertise", so Kollatz-Ahnen. Davon gäbe es bundesweit nicht so viele. Nach der Aufbauphase sollen dann heimische Mitarbeiter den Betrieb weiter führen, zu den üblichen Bedingungen des öffentlichen Dienstes.