Fuhlsbüttel

Neue Pläne für den Wacholderpark

Laubengänge prägen den Park in Fuhlsbüttel

Laubengänge prägen den Park in Fuhlsbüttel

Foto: Hamburger Abendblatt / Andreas Laible

Umgestaltung des Fuhlsbüttler Gartendenkmals in der ursprünglichen Form angedacht. Auch ein Parkplatz ist betroffen.

Hamburg.  Der Wacholderpark in Fuhlsbüttel ist kaum über den Stadtteil hinaus bekannt. Dabei ist der 1911 fertiggestellte „öffentliche Garten Fuhlsbüttel“ nicht nur älter als der Stadtpark, sondern als frühes und typisches Beispiel der sogenannten Reformgartenkunst auch von großer Bedeutung.

Angelegt wurde er von Gartenarchitekt Leberecht Migge. Vieles aus der Ursprungszeit ist noch erhalten: die Laubengänge, ein Buchenhain mit Spielplatz und die große Wiese im Zentrum. Der Eingangsbereich des Parks musste allerdings in den 60er-Jahren einem Parkplatz weichen. Heute befindet sich dort eine Park+ride-Anlage, die gerade aufwendig saniert wurde.

Idee des Freundeskreises "Öffentlicher Garten Fuhlsbüttel"

Jetzt wird geprüft, ob die Parkplätze überhaupt gebraucht werden. Es gibt nämlich die Idee, den Park in seiner ursprünglichen Form wiederherzustellen. Entstanden ist sie im „Freundeskreis Öffentlicher Garten Fuhlsbüttel“, einem Zusammenschluss von Garten- und Landschaftsplanern, Architekten und Denkmalpflegern. Der Regionalausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn und die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterstützen das Vorhaben. Daher baten sie das Gartendenkmalamt der Umweltbehörde (BUE) kürzlich um eine Stellungnahme und finanzielle Mittel.

Auch die BUE begrüßt das Projekt. Sie regt an, zunächst jedoch die Park+­ride-Anlage zu evaluieren. Stellt sich heraus, dass die Fläche unter- oder fremdgenutzt wird, könnte sie für eine Wiederherstellung des Wacholderparks in seinen historischen Abmessungen genutzt werden. Darüber hinaus schlug die Behörde vor, die Grünanlage in Miggepark umzubenennen.