Hamburger Haushalt

Hamburger Schulden steigen bundesweit am stärksten

Passanten vor dem Rathaus in Hamburg

Passanten vor dem Rathaus in Hamburg

Foto: Christian Charisius / dpa

Der deutsche Staat hat sich seit Jahresanfang weiter verschuldet. Die Schulden in Hamburg stiegen im Ländervergleich am deutlichsten.

Hamburg. Der deutsche Staat hat sich seit Jahresanfang weiter verschuldet. Der Öffentliche Gesamthaushalt – also Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung samt Extrabudgets – stand Ende September mit 2,03 Billionen Euro in der Kreide. Damit stieg der Schuldenstand gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,4 Prozent oder 8,9 Milliarden Euro. Er sank allerdings zum Vorquartal um 0,3 Prozent oder 6,2 Milliarden Euro.

Am stärksten kletterten die Verbindlichkeiten der Länder in Hamburg: Hier nahm die Verschuldung um 8,9 Prozent zu. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Hessen (plus 8,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (plus 5,5 Prozent). "Der hohe Anstieg in Hamburg und Schleswig-Holstein ist im Wesentlichen bedingt durch die Übernahme notleidender Altkredite von der HSH Nordbank ", erklärten die Statistiker. In Hessen stiegen die Verbindlichkeiten vor allem wegen höherer Kassenkredite.

Dabei waren die Rahmenbedingungen ansonsten günstig: Noch nie gab es so hohe Steuereinnahmen, noch nie waren die Zinsen so niedrig.

Stärkste Rückgänge im Osten

Die Verbindlichkeiten der Länder lagen daher auch in den anderen Regionen zusammengerechnet weitgehend unverändert bei 613,5 Milliarden Euro. Die stärksten Rückgänge gab es in Sachsen (-14,8 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (-6,5 Prozent) und Thüringen (-5,1 Prozent).