Literatur

10. Hamburger Krimifestival endet mit Besucherrekord

10.000 Krimi-Fans kamen zu 20 Veranstaltungen. Nele Neuhaus las zum Abschluss aus ihrem aktuellen Thriller "Im Wald" auf Kampnagel.

Hamburg. Mit der Lesung von Bestseller-Autorin Nele Neuhaus vor 1200 Besuchern ging am späten Sonnabend das zehnte Hamburger Krimifestival auf Kampnagel zu Ende. Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von dem Hamburger Pianisten Joja Wendt, der die Zuschauer immer wieder zu Beifallsbekundungen hinriss. Nele Neuhaus las aus ihrem aktuellen Thriller „Im Wald“ – und musste im Anschluss an die Veranstaltung eineinhalb Stunden lang die Autogrammwünsche ihrer Fans erfüllen.

Das Hamburger Krimifestival, das von der Buchhandlung Heymann, dem Literaturhaus Hamburg und dem Abendblatt initiiert worden ist, konnte in diesem Jahr einen Besucherrekord verbuchen. Knapp 10.000 Krimifans besuchten die 20 Veranstaltungen während der fünf Tage in der Kulturfabrik. Lediglich die Lesung mit Wolfgang Schorlau musste abgesagt werden, da der Autor kurzfristig einen Unfall gehabt hattte.

Querschnitt der internationalen Krimiszene

Nach der Eröffnung mit dem Berliner Thrillerautor Sebastian Fitzek am vergangenen Dienstag, bei der Kulturstaatsrat Carsten Brosda ein Grußwort sprach, bot das Festival einen spannenden Querschnitt durch die nationale und internationale Krimiszene. Knapp 30 Autorinnen und Autoren präsentierten dabei ihre neuen Romane. Zu den Höhepunkten zählten neben den ausverkauften Abenden mit Fitzek und Neuhaus vor allem auch die Lesung mit Charlotte Link, die ihren aktuellen „Spiegel“-Bestseller „Die Entscheidung“ im Gepäck hatte.

Aber auch die Veranstaltungen mit dem Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos, dem schwedischen Topautor Arne Dahl, mit Krimikabarettist Jörg Maurer und mit „Tatort“-Kommissar Miroslav Nemec waren Glanzlichter des Jubiläumsfestivals. Und natürlich das schöne Live-Hörspiel „Emil und die Detektive“ mit Oliver Rohrbeck von den „Drei ???“.

Das 11. Hamburger Krimifestival wird Anfang November 2017 über die Kampnagelbühnen gehen.