Nach Großbrand

Feuer-Frachter "Arauco" wird in Hamburg repariert

Der Brand auf dem Containerschiff "Arauco" war am 1. September ausgebrochen (Archiv)

Der Brand auf dem Containerschiff "Arauco" war am 1. September ausgebrochen (Archiv)

Foto: Michael Arning

Werft Blohm + Voss erhält Zuschlag. Die Brandsanierung des Containerschiffes wird bis voraussichtlich Anfang Dezember andauern.

Hamburg. Anderthalb Monate nach dem Großbrand auf dem Containerfrachter "Arauco" soll das Schiff nun im Hamburger Hafen repariert werden. Demnach hat die Werft Blohm + Voss den Zuschlag bekommen, teilte eine Sprecherin dem Abendblatt auf Anfrage mit. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Der Frachter, der bereits seit Ende September bei der Werft liegt, soll demnach bis voraussichtlich Anfang Dezember brandsaniert werden. Dafür wird unter anderem der Stahl des Schiffes teilweise erneuert. Die "Arauco" werde jedoch nicht eingedockt, sondern bleibe an ihrem bisherigen Liegeplatz, so die Sprecherin weiter.

Löscheinsatz über 83 Stunden

Der Brand auf dem Containerschiff war am 1. September ausgebrochen. Der Löscheinsatz zog sich über insgesamt 83 Stunden hin. Erst am späten Sonnabend konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Zuvor hatte man zunächst versucht, die Flammen mit Kohlendioxid zu ersticken. Der anschließende Versuch, den Laderaum mit Elbwasser zu fluten war ebenfalls gescheitert. Erst als die Feuerwehr mit Unterstützung von Airbus und der Holborn Raffinerie rund 45.000 Liter Schaummittel einsetzte, konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei hatten drei Arbeiter Schweißarbeiten auf der Backbordseite im hinteren Bereich des Frachters durchgeführt. Nach einer Pause, die gegen 13 Uhr beendet war, gab es bei der Inbetriebnahme des Schweißgerätes eine Explosion. Die 32, 33 und 60 Jahre alten Männer wurden dabei leicht verletzt.