Hamburg als Sehnsuchtsort

Da hilft sogar die Polizei: Eine Elbbrücke für die Liebe

Volker und Fatima Roth umspült vom Verkehr auf den Elbbrücken, in inniger Umarmung

Volker und Fatima Roth umspült vom Verkehr auf den Elbbrücken, in inniger Umarmung

Foto: Phil Porter

Volker und Fatima haben sich einen mehr als ungewöhnlichen Ort für ihr Hochzeitsfoto gesucht: im Verkehr auf den Elbbrücken.

Hamburg. Aus Liebe nach Hamburg, aus Liebe zu Hamburg: Ein Oldenburger Brautpaar ist für seine Hochzeitsfotos extra aus Niedersachsen in die Stadt gekommen. Volker und Fatima Roth haben zwar schon im Juli geheiratet, mit den Bildern als ewige Erinnerung an den schönsten Tag des Lebens haben sie sich aber bis vergangene Woche Zeit gelassen.

Der 35-Jährige und seine 29 Jahre alte Frau entschlossen sich zu einem so genannten "After Wedding Shooting", um ihre Gäste nicht mitten auf der Feier allein zu lassen. Das hätte – in Anbetracht des gewählten Motivs – auch etwas länger gedauert: Mit dem Bremer Fotograf Phil Porter ging es von Oldenburg in Niedersachsen nach Hamburg. Denn auch wenn er Oldenburger und sie Emsländerin ist, fühlen sie sich der Stadt verbunden. Nicht zuletzt der Musik wegen. Volker ist zwar glühender Lokalpatriot. Aber auch großer Hip-Hop-Fan und da hält man es bekanntermaßen am besten mit "Ahnma" von den Beginnern: "Wir packen Hamburg wieder auf die Karte".

Oder eben aufs Foto. Bei ihrer Tour durch die Stadt kamen sie auch an den Elbbrücken vorbei und beschlossen kurzerhand, die viel befahrene Zufahrt zur A1 ebenfalls zum Motiv zu erheben. Gar nicht so einfach, fahren doch links und rechts Massen von Autos und in der Mitte eigentlich Busse. Doch wenn die Kraft der Liebe nicht ganz ausreicht, um den Verkehr zum Stehen zu bringen, bleibt immer noch die Polizei.

Die half, so erzählt Fotograf Porter, bereitwillig beim Aufpassen darauf, dass dem jungen Glück nichts passiert und ermöglichte so ein ganz besonderes Hochzeitsbild.

( HA )

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