Wissenschaftsbehörde

Mehr Geld für kleine Forschungsinstitute in Hamburg

Hamburgs zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen)

Hamburgs zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen)

Foto: dpa

Die Etats von vier Hamburger Einrichtungen werden aufgestockt. "Die Institute sind unverzichtbar für Hamburg", so Katharina Fegebank.

Hamburg. Sie sind allesamt weit über Hamburg hinaus anerkannt, fristen aber mit relativ bescheidenen Mitteln ein gewisses Nischendasein am Schlump in Eimsbüttel. Das soll sich nun ändern: Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte (FZH), das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ), das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) sowie die Akademie der Wissenschaften in Hamburg (AdWHH) erhalten künftig mehr Geld.

Wie Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) am Montag ankündigte, werden die Etats der vier Institute mit dem Haushalt 2017/2018 zum Teil kräftig aufgestockt. So soll der Etat der Akademie der Wissenschaften von aktuell 468.000 Euro in zwei Schritten à 100.000 Euro auf dann 668.000 Euro angehoben werden – ein Plus von knapp 43 Prozent. Die Mittel des IGdJ steigen von 641.000 auf 700.000 in 2018 – ein Plus von gut neun Prozent. Der Etat der FZH wird von 1,142 Millionen Euro bis 2018 auf 1,392 Millionen aufgestockt (plus 22 Prozent). Den in absoluten Zahlen größten Sprung macht das Institut für Friedensforschung, dessen Mittel von 1,621 Millionen auf 2,093 Millionen in 2018 wachsen – ein Plus von 472.000 Euro oder 29 Prozent.

„Mit der Anhebung der Etats will der Senat die Einrichtungen stärken und ihnen eine langfristige Entwicklungsperspektive bieten“, sagte Fegebank und lobte: „Die Institute am Schlump sind Orte der Reflexion, der Auseinandersetzung mit drängenden Fragen unserer Zeit und der Aufarbeitung unserer Vergangenheit. Sie sind unverzichtbar für Hamburg und für die Vielfalt der Wissenschaftslandschaft in Norddeutschland.“ Vertreter aller vier Einrichtungen zeigten sich hocherfreut über den für die jüngere Vergangenheit beispiellosen Geldsegen. Einige wollen ihre Außendarstellung auffrischen und noch besser vermitteln, welche Dienst- oder Forschungsleistungen sie erbringen. Zum Teil gilt es aber, ganz praktische Probleme zu lösen. So muss die Forschungsstelle für Zeitgeschichte dringend ihr Archiv erweitern und will möglicherweise eine weitere Forschungsstelle schaffen.