Flüchtlings-Debatte

Hamburger CDU: "Deutschland-Hymne für Integration wichtig"

 CDU-Fraktionsvize Karin Prien

CDU-Fraktionsvize Karin Prien

Foto: Roland Magunia / HA

Laut CDU-Frau Karin Prien sollen nationale Symbole eine größere Rolle spielen. SPD hält nichts von "Fahnenappell" und "Hymnenpflicht".

Hamburg. Vor dem Hintergrund der Integrationsdebatte hat die Hamburger CDU-Politikerin Karin Prien erneut das stärkere Einbeziehen der Deutschlandflagge und der Nationalhymne gefordert.

„Beides sind aus meiner Sicht wichtige Symbole, die bei der Vermittlung der Identifikation mit unserem Land und der Loyalität zu Deutschland eine große Rolle spielen“, so die stellvertretende Fraktionschefin. Über die Symbole könnten Zugezogene gut an unsere Werte herangeführt werden. Berichte, nach denen sie eine generelle „Hymnen-Pflicht“ in der Schule fordert, dementierte die 50-Jährige jedoch. Bereits im Frühjahr hatte sich Prien für das Anbringen der Deutschland- und Europaflaggen in Hamburgs Klassenzimmern ausgesprochen.

Flaggen und Hymne in der Schule? Die SPD hält das weder für notwendig noch für zielführend: "Diese Tradition mag es in einigen Ländern geben. Aber in Deutschland wie in Hamburg haben wir seit langer Zeit einen gelassenen, entspannten und unaufgeregten Umgang mit unseren nationalen Symbolen entwickelt", so Schulsenator Ties Rabe (SPD). "Ich wünsche mir deshalb sehr, dass wir uns jetzt nicht durch die Flüchtlingsdebatte einen verkrampften Patriotismus mit Fahnenappell und Hymnenzwang an den Schulen aufzwingen lassen, sondern unseren guten und unaufgeregten Umgangsstil beibehalten.“

Zum ebenfalls von der CDU geforderten Burka-Verbot sagte Rabe: „Das Burka-Verbot an den Hamburger Schulen habe ich bereits 2013 durchgesetzt. Denn ich sage sehr klar: Erziehungs- und Bildungsprozesse an unseren Schulen können nur dann erfolgreich gelingen, wenn Schüler und Lehrer ihr Gesicht zeigen.