Hamburg

Mehr unbefristete Jobs: Ver.di unterstützt Rot-Grün

Rund 800 Elbkinder-Mitarbeiter haben einen befristeten Vertrag mit dem städtischen Unternehmen

Rund 800 Elbkinder-Mitarbeiter haben einen befristeten Vertrag mit dem städtischen Unternehmen

Foto: Getty Images/iStockphoto

Maßnahme soll auf Betriebe und Dienststellen ausgedehnt werden, auf die die Stadt Einfluss hat – auch Tochterunternehmen.

Hamburg.  Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) hat den Vorstoß von SPD und Grünen als „richtig und notwendig“ begrüßt, die Zahl der befristeten Beschäftigungsverhältnisse in Behörden und öffentlichen Unternehmen der Stadt deutlich zu reduzieren. Der Hamburger Gewerkschaftschef Berthold Bose forderte aber, die Maßnahme auf alle Betriebe und Dienststellen auszudehnen, auf die Stadt direkten und indirekten Einfluss hat: „Besonders problematisch ist es nämlich in den Tochterunternehmen der Zuwendungsempfänger, wo bist bis zu 30 Prozent der Beschäftigten unter dem Joch der sachgrundlosen Befristung leiden.“

Der Antrag von Rot-Grün, der kommende Woche in der Bürgerschaft debattiert wird, hat das Ziel, dass „unbefristete Beschäftigung die Regel bleibt und die befristete Beschäftigung nur als Ausnahme zugelassen wird“. Bislang ist das bei Weitem nicht der Fall. Ver.di weist seit Jahren daraufhin, dass in Hamburg jeder achte Beschäftigte der Stadt einen befristeten Vertrag hat – damit sei die Hansestadt Spitzenreiter im Ländervergleich. Insbesondere die „sachgrundlose Befristung“, für die es also keine sachliche Begründung gibt, ist den Gewerkschaftern ein Dorn im Auge. Als Beispiele für eine hohe Befristungsquote nennt Ver.di den städtischen Kitaanbieter Elbkinder, die Wohnungsgesellschaft SAGA GWG und die Feuerwehr, bei der aktuell mehr 100 befristet Beschäftigten im Rettungsdienst das Aus drohe. dey