Starkregen

Erneutes Unwetter überflutet Straßen und Keller in Hamburg

Der Siemersplatz in Lokstedt war zeitweise überflutet

Der Siemersplatz in Lokstedt war zeitweise überflutet

Foto: HA

Besonders betroffen war der Nordosten der Stadt. Meteorologen prognostizieren eine weiterhin angespannte Lage für das Wetter im Norden.

Hamburg. Am Freitagabend ist es erneut zu einem heftigen Unwetter in Hamburg gekommen. Über 100-mal musste die Feuerwehr im Nordosten der Stadt wegen überschwemmter Straßen und Keller ausrücken. Laut Augenzeugenberichten stand das Wasser auch am Siemersplatz in Lokstedt mehrere Zentimeter hoch. Die Fahrzeuge der Metrobuslinie 5 fuhren zeitweise nur noch Schritttempo. Auch andere Pkw fuhren deutlich langsamer als erlaubt, um zu verhindern, dass Wasser in den Motor eindringt.

Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor starkem Gewitter mit einer Niederschlagsmenge von bis zu 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde gewarnt.

Wetterlage bleibt angespannt

Die Meteorologen des DWD prognostizieren eine weiterhin angespannte Lage für das Wetter im Norden. Am Sonnabend erreicht die Hansestadt und das Umland eine Kaltfront, zu der sich regelmäßige Regenschauer gesellen. „Auch ein Gewitter kann noch mal dabei sein“, sagt Peter Schwarz vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) in Hamburg. Die Temperaturen bewegen sich „nur“ noch um die 20 Grad.

Am Sonntag ist zumindest ein wenig Besserung in Sicht. Hamburg bleibt zwar die kühlere Meeresluft erhalten und auch einzelne Schauer bleiben nicht aus. „Aber es wird nicht so nass wie am Sonnabend“, sagt der Wetterexperte Schwarz. Und besonders wichtig für Fußballfans: Es besteht zumindest die Chance, dass man das EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und der Slowakei unter freiem Himmel verfolgen kann, ohne nasse Füße zu bekommen. „T-Shirt und kurze Hose sind jedoch nur etwas für Hartgesottene“, so Schwarz. Abends müsse mit etwa 16 Grad gerechnet werden.