Verkehr

Hamburg baut umstrittene „Bettelampeln“ ab

Derzeit sind noch 75 dieser Ampeln im Einsatz. Befürworter sehen einen umweltpolitischen Fortschritt in den Bettelampeln.

Hamburg.  Die Zahl der sogenannten Bettelampeln in Hamburg ist seit 2011 um ein Drittel gesunken. Derzeit sind noch 75 dieser aus Sicht von Radfahrern lästigen Ampeln im Einsatz. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Martin Bill (Grüne) hervor. Vor fünf Jahren waren es noch 114. Bei den vom früheren CDU-Senat eingeführten Bettelampeln müssen Fußgänger und Radfahrer ihr Grün mit einem Taster extra anfordern. Bei den übrigen Ampeln wechseln die Signale nach Zeitplan oder durch Induktionsschleifen.

Befürworter sehen einen umweltpolitischen Fortschritt in den Bettelampeln, da Autos nicht unnötig mit laufenden Motoren warten müssen. Gegner wie die Grünen sehen die Ampeln als Ärgernis: „Sie bevorzugen den motorisierten Verkehr. Wer nicht rechtzeitig den Anforderungstaster drückt, muss oft einen ganzen Umlauf lang auf Grün warten“, sagt Bill. Trotz des kontinuierlichen Abbaus werde es noch einige Zeit dauern, bis auch die letzte Bettelampel abgebaut sein werde.