Immobilien

In Hamburg sinken die Mietpreise für Wohnungen und Häuser

Laut einer Studie sind die Mieten in Hamburg gesunken (Symbolbild)

Laut einer Studie sind die Mieten in Hamburg gesunken (Symbolbild)

Foto: imago/Lars Berg

Laut einer Studie gingen die Mietpreise in der Hansestadt um ein Prozent zurück. Der Grund ist jedoch nicht die Mietpreisbremse.

Hamburg. Gute Nachrichten für Wohnungssuchende: Einer Untersuchung des Immobilienportals Immowelt.de zufolge sind die Mieten in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um ein Prozent gesunken. Demnach lag vor einem Jahr der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Hansestadt bei 11, 20 Euro. „Aktuell liegen die Angebotsmieten pro Quadratmeter im Median bei 11,10 Euro“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Immowelt.de hat nach eigenen Angaben bundesweit die Nettokaltmieten bei 64.000 Angeboten untersucht, die auf der eigenen Plattform veröffentlicht wurden. Die Preise geben jeweils den Median der zwischen Januar und Mai 2015 sowie Januar und 15. Mai 2016 angebotenen Mietwohnungen und -häuser wieder, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Mehr als 900.000 Wohnungen in Hamburg

In der Hansestadt gibt es etwas mehr als 900.000 Wohnungen. Rund 300.000 davon werden von dem städtischen Wohnungskonzern Saga GWG und den Genossenschaften angeboten. Diese Wohnungen gelten als vergleichsweise günstig und ausgesprochen mieterfreundlich.

Wie viele der verglichenen Angebote aus Hamburg stammen, geht aus der Veröffentlichung nicht hervor. Einschränkend muss angemerkt werden, dass ein großer Teil der Wohnungen in Hamburg über die Hausverwaltung direkt an die Mieter vergeben wird. Dieser ist also über Inserate nicht zu finden. Das Angebot von Immowelt.de stellt daher nur einen Ausschnitt des Hamburger Wohnungsmarktes dar.

2015 wurden 8521 Wohnungen fertiggestellt

Als Grund für die sinkenden Mietpreise führen die Autoren der Studie den seit mehreren Jahren in Hamburg forcierten Wohnungsbau an. „Um einen weiteren Anstieg der Preise zu verhindern, muss neuer Wohnraum geschaffen werden“, erklärt Immowelt.de-Geschäftsführer Carsten Schlabritz.

Mit dem Regierungswechsel im Jahr 2011 hatte der Hamburger SPD-Senat versprochen, den Wohnungsbau in der Hansestadt erheblich aufzustocken. Als Zielmarke wurde der Bau von jährlich 6000 Wohnungen – 2000 davon öffentlich gefördert – ausgegeben. Seit dem Jahr 2013 wird diese Marke übertroffen. Insgesamt wurden seit 2011 in Hamburg fast 30.000 Wohnungen gebaut. Im vergangenen Jahr wurden der zuständigen Stadtentwicklungsbehörde zufolge 8521 Wohnungen fertiggestellt – rund 1550 mehr als 2014.